Kapitel 2.1: Die richtige Auflösung für Fotos in einem Fotobuch


Mirja HespeVon Mirja Hespe

Die Autorin Mirja Hespe ist professionelle Fotobuchdesignerin und schreibt für FM* – Das Fotobuch Magazin die Tipps zur Fotobuchgestaltung. In 12 Kapiteln zeigen wir Euch, wie man mit einfachen Tipps mehr aus seinen Fotobüchern machen kann.

 


Die richtige Auflösung für Fotos in einem Fotobuch und mehr: Für ein beeindruckendes Fotobuchergebnis ist das Bildmaterial ein maßgeblicher Faktor. Je besser die Aufnahmen sind, desto leichter geht die spätere Gestaltung von der Hand. Erfahren Sie in diesem Kapitel, worauf Sie bereits beim Fotografieren und Digitalisieren achten sollten und welche weiteren Bilderquellen Sie nutzen können.

 

Eigenes digitales Bildmaterial

 

Natürlich kann man mit verschiedenen Tricks und durch die eigene Kreativität auch weniger geglückte Aufnahmen schön in Szene setzen. Einfacher und hilfreicher ist es jedoch, wenn man bereits beim Fotografieren das Fotobuchprojekt im Hinterkopf hat. Hierzu gibt es grundlegende technische Voraussetzungen und einige Tipps zur Motivwahl. Ein aus den Bildern resultierendes Fotobuch kann dann später ohne Einschränkungen und somit abwechslungsreich und ganz nach den eigenen Vorstellungen gestaltet werden.

 

Technische Voraussetzungen

 

Die Hintergründe zu Begriffen wie ppi, dpi, Tiefenschärfe, Tiefenunschärfe, Farbmanagement usw. bleiben für viele Hobbyfotografen ein Buch mit sieben Siegeln. Und bei der Frage des besten Kamera-Fabrikates scheiden sich selbst die Geister professioneller Fotografen. Zu diesen Themen wurden ganze Bücher geschrieben und für alle, die ihr Verständnis davon perfektionieren möchten, ist ein längeres Studium der Literatur und das Sammeln eigener Erfahrungen zu dieser Thematik unumgänglich. Ein paar grundlegende Dinge kann man jedoch auch ohne großes Hintergrundwissen für ein gelungenes Fotobuchprojekt beachten.

Die Auflösung

Viele Faktoren haben Einfluss auf das Druckergebnis. Das ist das Papier, auf dem gedruckt wird, die von der Druckerei eingesetzten Drucker, Farben etc. – Dinge, auf die der Auftraggeber keinen oder wenig Einfluss hat. Standard ist jedoch, dass Fotobücher mit einer Auflösung von 300dpi gedruckt werden. Hier liegt es am Fotografen, das Bildmaterial in einer adäquaten Auflösung zu liefern.

Wer an dieser Stelle das erste Mal mit den Begriffen dpi und ppi konfrontiert wird, wird mit der Aussage noch nicht viel anfangen können. Daher kurz zur Erläuterung:

 

  • dpi = dots per inch (Punkte pro Zoll), 1 Zoll = 2,54 cm
  • ppi = pixel per inch (Pixel pro Zoll)

Diese beiden Ausdrücke beziehen sich auf die Punktedichte eines Bildes. Wenn man ein Foto am Bildschirm ganz nah heranzoomt, wird man sehen, dass es aus ganz vielen kleinen Farbpunkten bzw. -quadraten besteht. Hier spricht man von den ppi (pixel per inch), also der Anzahl Pixel, die auf einem Zoll dargestellt werden.

Gleiches gilt im Prinzip für den Druck. Hier wird dann von dpi (dots per inch) gesprochen, also der Anzahl von Punkten, die auf einem Zoll abgedruckt werden. Ein Drucker kann natürlich nur die Bildinformationen drucken, die das Bild an sich liefert. Vereinfacht ausgedrückt: wenn ein Drucker so eingestellt ist, dass er 300dpi drucken kann, ein Bild aber nur eine Auflösung von 150 ppi hat, so kann der Drucker natürlich auch nur diese gelieferten Bildpunkte auf dem Ausdruck wiedergeben.

Wichtig ist, dass man sich nicht von der Darstellung am Kameradisplay täuschen lässt. Die Auflösung wirkt durch die recht kleine Vorschau meistens sehr gut. Ob sie für den Druck im großen Format ausreicht, lässt sich dabei allerdings nicht feststellen. Speziell sei hier auch vor Fotografien mit dem Handy gewarnt. Für Fotobücher eignen sich diese Aufnahmen oftmals nur in kleiner Darstellung und als Ergänzung zu hochauflösenden Fotos.

 

 

Natürlich entscheidet nicht ausschließlich die Auflösung über die Bildqualität. Ein Bild in der gewünschten Druckgröße kann 300ppi haben und wäre für den Druck somit optimal. Wenn es allerdings z.B. verwackelt ist, Augen rot aufblitzen oder die Kontraste nicht stimmen, wird es trotz der hohen Auflösung nicht perfekt sein. Auch diese Details bemerkt man häufig erst, wenn man das Bild nicht mehr nur am Kameradisplay sondern an einem größeren Bildschirm betrachtet. Das nachfolgende Bild der Kuh wurde mit einer Auflösung von 1944 x 2592 Pixeln, also ca. 5mb (Megapixeln) fotografiert. In der Breite wird es dementsprechend mit 1944 Pixeln dargestellt und in der Höhe mit 2592 Pixeln. Um herauszufinden, wie hoch die maximale Druckgröße bei den gewünschten 300 dpi ist, rechnet man:

  • Breite: 1944/300 = 6,48 Zoll; zur Umrechnung von Zoll in cm = 6,48 x 2,54 = 16,45cm
  • Höhe: 2592/300 = 8,64 Zoll; zur Umrechnung von Zoll in cm = 8,64 x 2,54 = 21,94cm

 

b) Wäre es mit einer geringeren Auflösung von 500 x 667 Pixeln fotografiert worden, würde die maximale Druckgröße bei 300 dpi noch 4,23 x 5,65cm betragen.

 

c) Und wenn es mit einer sehr schwachen Auflösung von 250 x 333 Pixeln fotografiert worden wäre, wäre das maximale Druckformat mit guter Auflösung von 300dpi sogar nur noch 2,12 x 2,82cm.

 

Werden die oben genannten Bilder b und c dennoch auf das große Format 16,45cm x 21,94cm skaliert, wird die Druckqualität deutlich gemindert. Foto b würde in diesem Beispiel nur noch mit 77dpi und Foto c nur noch mit 39dpi gedruckt werden. Allerdings ist dies am Bildschirm nicht ohne Weiteres erkennbar.


 

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Bei den meisten Druckanbietern schlägt die Fotobuchsoftware daher bereits Alarm, wenn die Auflösung des eingefügten Fotos zu gering für den Druck ist. Dies ist ein guter und hilfreicher Hinweis, den man durchaus ernst nehmen sollte. Nichts ist ärgerlicher als ein Fotobuch, bei dem alles passt, aber einzelne unscharfe Bilder stark hervorstechen. Allerdings sollte man sich auch nicht 100%-ig auf den Alarm der Fotobuchsoftware verlassen. Es ist ratsam einen prüfenden Blick auf das Originalbild zu werfen, um herauszufinden, wie gravierend sich die nicht optimale Auflösung des Bildes tatsächlich in der angegebenen Druckgröße auswirkt. Denn viele Bilder sind trotz einer Auflösung von weit weniger als 300ppi ohne große Qualitätsverluste verwendbar und nur ein geschultes Auge bemerkt die nicht optimale Auflösung.

Eine Möglichkeit der Überprüfung ist, sich das Bild einfach mit dem Microsoft Office Picture Manager bzw. der Windows Fotoanzeige im Druckformat anzeigen zu lassen. In den meisten Fällen ist diese Software als Standardprogramm zum Öffnen der Bilder auf dem Computer eingerichtet. Ansonsten kann das Programm folgendermaßen ausgewählt werden: Das entsprechende Bild am Speicherort (z.B. unter „Eigene Bilder“) mit der rechten Maustaste auswählen und unter „Öffnen mit“ die „Windows Fotoanzeige“ bzw. den „Microsoft Office Picture Manager“ auswählen.

Dann einfach mit dem Lupenwerkzeug soweit in das Bild hereinzoomen, bis es am Bildschirm die Größe erreicht hat, die es im Druck haben soll. In diesem Fall ist jetzt offensichtlich, dass Bild c kein Potential hat im Format 16,45cm x 21,94cm abgedruckt zu werden.

Um ein Fotobuch später ganz frei von Einschränkungen durch eine geringe Auflösung gestalten zu können, ist es deswegen ideal, bereits vor dem Fotografieren die spätere Fotobuchgröße festzulegen. Daraus kann man dann errechnen, wie groß ein Bild sein müsste, um eine ganze Seite qualitativ hochwertig damit füllen zu können. Dies hat den Vorteil, dass die Kameraeinstellungen genau darauf abgestimmt werden können. So kann mit der optimalen Auflösung fotografiert werden ohne dabei unnötig Speicherplatz auf dem Kamerachip zu beanspruchen. Wer selbst nicht rechnen mag, findet einen guten Helfer mit folgender Website:

 

Im Zweifelsfall ist aber auf jeden Fall ratsam eine hohe Auflösung zu wählen, auch wenn sich bei einer geringeren Auflösung mehr Fotos auf dem Speichermedium sichern ließen. Hat man viele Bilder in sehr schwacher Auflösung, erschwert dies den Gestaltungsaufwand erheblich und es wird schwierig, überhaupt ein schönes, abwechslungsreiches Buch mit den Bildern herzustellen.

Bildformat Die meisten Kameras speichern die Bilder im sogenannten jpg- bzw. jpeg-Format ab. Gerade hochwertigere Kameras bieten jedoch auch die Möglichkeit, die Bilder in einer Tiff-Datei oder manchmal auch im Raw-Format abzuspeichern. Das jpg-Format ist das gängigste, da es das Bild komprimiert und die Bilddateien somit weniger Speicherplatz auf dem Kamerachip beanspruchen. Eine Komprimierung geht folglich mit Qualitätsverlusten einher. Wie signifikant diese sind, hängt mit den Kameraeinstellungen zusammen und wie stark tatsächlich komprimiert wird. Die Komprimierungen sind in der Regel für das menschliche Auge kaum wahrnehmbar. Werden die Bilder jedoch nachträglich noch bearbeitet und neu abgespeichert, wird die Qualität nochmals gemindert. Die Qualität leidet also umso mehr, je häufiger ein jpg/jpeg neu gespeichert wird. Die deutlich mehr Speicherplatz beanspruchenden Formate tiff und raw sind unkomprimiert und somit besonders empfehlenswert, wenn man seine Bilder später noch nachbearbeiten und verlustfrei neu abspeichern möchte. Wichtig zu wissen ist, dass die meiste Fotobuchsoftware lediglich Bilder erkennen kann, die als .jpg gespeichert sind. Sollte das Fotomaterial also in einem anderen Format vorliegen, müssen die Bilder zunächst in dieses Format konvertiert werde. Hierzu eignet sich das Programm „Irfan View“, das kostenlos aus dem Internet (www.irfanview.de) heruntergeladen werden kann. Mit folgenden Schritten kann man in kurzer Zeit viele Bilder in ein anderes Format konvertieren: Nach erfolgreicher Installation und Öffnung von Irfan View, wird unter dem Menüpunkt „Datei“ die „Batch (Stapel) –konvertierung“ ausgewählt.

Anschließend wird wie folgt vorgegangen:

 

  • 1. „Batch-Konvertierung“ auswählen.
  • 2. Als Zielformat JPG angeben.
  • 3. Unter „Zielverzeichnis“ einen Ordner auswählen, in den später die konvertierten Bilder von Irfan View gespeichert werden sollen.
  • 4. Unter „Suchen in“ den Ordner auswählen, in dem die Bilder liegen, die konvertiert werden sollen.
  • 5. „Alle hinzufügen“ auswählen, woraufhin alle Bilder des Ordners in dem unteren Auswahlfeld erscheinen.
  • 6. Auf „Starten“ klicken

In dem Zielverzeichnis erscheinen nun die Bilder im jpg Format, die alle Fotobuchprogramme lesen können sollten.

 

 

 

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Autor: | E-Mail: mirja.hespe|at|fotobuchmagazin.de

17 Kommentare zu “Kapitel 2.1: Die richtige Auflösung für Fotos in einem Fotobuch
  1. Isi sagt:

    Danke für die gute Erklärung, was es mit den Auflösungen, Megapixeln und so auf sich hat. Die Fehlermeldungen für weniger gute Qualität hatte ich nämlich leider ständig!

  2. Hattie sagt:

    Danke für den Tipp, genau nach so einer Erklärung habe ich mich jetzt ne halbe Stunde doof gesucht. Die 300dpi Auflösung liest man ja überall, auch bei den Herstellern, nur was es damit auf dem Nacken hat nicht. Das Rechenbeispiel hab ich verstanden. Aber schlussfolgern kann man daraus ja nur: Umso höher die Aufllösung der Fotos, umso besser für das Fotobuch!!!

  3. FM* - Das Fotobuch Magazin sagt:

    Hallo Hattie,

    wenn du kleinere Fotos verwenden möchtest, muss die Auflösung ja gar nicht so groß sein. Aber bei doppelseitigen Fotos wie Panoramen natürlich schon, wie das Rechenbeispiel unserer Redakteurin in dem Beitrag zeigt. Die optimale Auflösung bei 300dpi variiert ja, je nachdem wie groß das Foto in dem Fotobuch später dargestellt werden soll. Generell ist es aber sinnvoll, die Kamera nicht auf einen niedrigen Qualitätslevel zu schalten, um mehr Fotos auf den Speicher zu bekommen. Wenn man Fotopordukte wie Fotobücher oder Poster damit erstellen möchte, sollte man mit sehr hoher Auflösung fotografieren.

  4. Gerda Klar sagt:

    Hallo,

    bei meiner Kamera (Sony DSC-HX9V) finde ich nirgends die Einstellung für die dpi. Ich kann lediglich einstellen, ob ich 16M, 10M, 5M oder VGA Qualität haben möchte. Entsprechen jetzt die 16M 300 dpi? Wenn ich die Bildeigenschaften bei dieser Einstellung aufrufe, erscheint für Länge und Breite 72dpi. Also wirklich verstehen tue ich das nicht. Könnt ihr mir bei dieser Frage weiterhelfen?

    Gruß

    G.Klar

  5. FM* - Das Fotobuch Magazin sagt:

    Hallo Gerda,

    Das mit den dpi kann man nicht einfach auf eine Megapixel eingrenzen, sondern immer im Verhältnis: wenn du ein 1 Megapixel Foto sehr klein in ein Fotobuch setzt, wird es weitaus mehr als 300dpi haben, wenn du es sehr groß auf die Seite einstellst- beispielsweise eine halbe Seite – wird die dpi Zahl nicht ausreichen. Man kann eine Kamera also nicht auf dpi einstellen, weil die dpi Zahl nur ein Verhältnis von Größe zur Auflösung ist. Wichtig ist einfach, dass du die Fotos, die später einmal vielleicht eine ganze Seite als Hintergrund füllen sollen oder halbseitig sein sollen, mit möglichst hoher Megapixelzahl fotografierst.

    Bei deiner Sony ist es ratsam, mit mindestens 10 Megapixel zu fotografieren, dann kannst du mit den Fotos später im Fotobuch eigentlich alles machen.

    PS: Die 72 dpi, die deine Kamera anzeigt, sind sicher auf die Darstellung des Fotos auf dem Monitor deiner Kamera bezogen und zeigen nicht die tatsächliche Auflösung des Fotos. Die meisten Fotos auf unserer Webseite haben auch 72dpi, da für Computermonitore keine größeren dpi Werte erforderlich sind. Wir reduzieren also die Auflösung absichtlich, damit die Fotos im Internet schneller geladen werden können.

    Hoffentlich konnten wir dir schon weiterhelfen!!!

  6. Bernd sagt:

    Hallo,

    erst einmal muss ich sagen, dass dies ein super hilfreicher Artikel ist!
    Allerdings stellen sich mir noch 2 Fragen, da ich häufig Fotobücher mache:

    1. Meine Bilder mit meiner kleinen Kamera haben 4000×3000 Pixel bei 180dpi, bei meinem Handy meist 3072×1728 Pixel bei 72dpi. Somit haben beide nicht die gewünschten 300dpi für die Fotobücher.
    Wäre es nun ratsam, diese z.B. über irfanview auf 300dpi hochzuskalieren?

    2. Was wäre die Maximalgröße der unveränderten Bilder im Fotobuch um 300dpi beim Druck zu haben (oder ist dies ohne Bearbeitung nicht möglich)?

    Danke schon Mal für eure Antwort 🙂

    PS: Ist die dpi Angabe meiner Bilder (kl. Kamera) in Frage 1 vielleicht irrelevat, da ich das Bild problemlos in A4 bei 300dpi darstellen kann, ohne es zu verändern (bis max. 33,9cm x 25,4cm)? Nur für die Handybilder klappt es nicht??

  7. Mirja Hespe sagt:

    Hallo Bernd,

    vielen Dank für dein nettes Lob und deine Fragen! Und entschuldige bitte die späte Antwort…

    Grundsätzlich ist es richtig und wichtig auf die Auflösung zu achten. Meistens werden die 300dpi für den Druck empfohlen und bei einem Bildband, der für den Buchhandel erstellt wird, wird man wohl hierauf auch großen Wert legen. Ist man allerdings kein Vollprofi und kennt das Ausgangsbildmaterial nicht, wird ein mit geringerer Auflösung gedrucktes Bild nicht unbedingt negativ auffallen. Je nach Fotobuchprojekt und Verwendungszweck ist meiner Meinung nach oftmals auch ein Foto mit ca. 150dpi noch völlig ok. Zumal der Eindruck ja auch von anderen Faktoren abhängt, z.B. ob das Foto tatsächlich gestochen scharf ist oder vielleicht leicht verwackelt.

    Zu deiner Frage. Je nachdem wie groß du deine Bilder druckst, haben sie eine Auflösung von mehr als 300 bzw. weniger als 300 dpi. Um herauszufinden, was die maximale Druckgröße bei den gewünschten 300dpi ist, rechnest du die Pixel/300 (300=gewünschte dpi; dpi = dots per inch). Also für eine Seite 4000/300 = 13,33inch. Umrechnung von inch in cm (1 inch = 2,54cm): 13,33 inch x 2,54 = 33,866cm. Für die andere Seite ergibt sich (3000/300)*2,54 = 25,4cm. Genau die Maße, die du schon in deinem Kommentar erwähnt hast. Ein Druck im DIN A4 Format ist also problemlos möglich.

    Um die maximale Druckgröße für die Handybilder herauszufinden gehst du den gleichen Rechenweg. Oder nutzt ein Umrechnungsprogramm J (einfach mal bei Google eingeben; z.B. umrechnung druckgröße pixel).

    Die Auflösung eines Fotos kann im Nachhinein nicht wirklich verbessert werden. Die fehlenden Pixel werden dabei durch ein Programm ergänzt, dass natürlich die tatsächlichen Details des jeweilgen Motivs auch nicht kennt sondern errechnet. Hiervon würde ich abraten. Also lieber mit einer niedrigeren Auflösung drucken (was, wie gesagt, nicht unbedingt auffällt) oder das Motiv doch kleiner darstellen.

  8. Uwe Clausen sagt:

    Guten Tag zusammen,

    ich versuche immer wieder, ERSTMALS einen Fotokalender zu erstellen.
    Selbst wenige 40kB-Bilder sollen zu GROß sein für einen Kalender 17×22 cm -und andererseits zu SCHLECHT (das leuchtet mir eher ein).
    – WIESO BLEIBT ein Bild zu groß, wenn ich (z.B. mit paint.NET) die Pixelgröße runtersetze und auch kleinere Kantenmaße angezeigt werden?
    – Wieso zeigt panit.NET eine höhere Dateigröße an als mein Win-Explorer?
    – Wie kriege ich unterschiedlichste Bildqualitäten passend für den Kalender (in Maß und halbwegs Qualität)?
    Viele meiner Fotos sind Scanns uralter Familienfotos, die einen Lebenslaufkalender bilden sollen. Ist sowas tatsächlich schlecht als Fotokalender/ Fotobuch machbar?
    Gebe zu, dass ich eigentlich reiner „Schreiberling“ bin, bisher nur „automatische Bildoptimierung“ benutzt habe. Vielen Dank für eine möglichst ERSTLINGSTAUGLICHE Antwort
    und Grüße
    Uwe Clausen

  9. Mirja Hespe (Autorin) sagt:

    Hallo Herr Clausen,

    vielen Dank für Ihre Nachricht!

    Grundsätzlich ist es absolut möglich einen Kalender aus Ihren alten Fotoschätzen zu gestalten. Bei den mir bekannten Programmen gibt es auch keine Probleme sehr hochauflösende Fotos einzufügen. Das heißt natürlich nicht, dass es Software geben kann, die mit großen Dateien nicht umgehen kann. Ihre Problematik ist allerdings daher sehr speziell, abhängig vom gewählten Anbieter und evtl. auch Paint.net und somit nicht allgemein zu beantworten. Vielleicht erhalten Sie ein plausible Antwort über die Druckerei?

    Haben Sie die komprimierten Fotos einmal ganz neu abgespeichert. Vielleicht auch in einen anderen Ordner und unter einem anderen Namen? Was ich mir vorstellen könnte ist, dass das Programm, das Sie zur Kalendererstellung nutzen, noch auf die ursprüngliche Bilddatei zurückgreift. 40kb sollten definitiv nicht zu groß sein. Eher viel zu klein.

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

  10. Uwe Clausen sagt:

    Hallo Frau Hespe,

    zunächst einmal vielen Dank, dass Sie geantwortet haben.
    VIELLEICHT helfen Ihnen (für Ihre Tätigkeit) auch Rückmeldungen zu („unprofessionellen“) Lösungen und deren Hintergrund.
    Deshalb anbei meine jüngste „Erflogsbeschreibung“ an den Kalenderanbieter photobox.

    Ich komme bislang NUR auf dem BEHELFSWEG weiter:
    indem ich die gewünschten Fotos „ausreichend KLEIN“ in die Mitte einer Wordseite setze (deren screenshot dann als jpg speichere)
    -und indem das Kalenderprogramm dann den Word-RAND weitgehend „verschluckt“…

    Ich verstehe als Laie nicht, wieso jegliche Dateiverkleinerung (in Maß oder Auflösung) praktisch KEINEN Einfluss auf die Übergröße auf dem Kalender hat…
    (Allerdings habe ich auch noch keine anderen Erfahrungen mit der Erstellung von Fotokalendern oder Fotobüchern.
    Auch photobox, ein IT´ler und ein Informatiker meinten, dass die Verringerung von Auflösung und/ oder Seitenabmessungen hätten FUNKTIONIEREN sollen…..)

    Egal -mir ist die Kombination von 53Wochen-Kalender UND Aufstellfunktion (die ich nur bei photobox fand) die Arbeit wert -so lassen sich Lebensläufe ausreichend „ausführlich“ zum HINSTELLEN erzeugen…. (Meine 90jährige demente Mutter soll so vielleicht Teile ihrer Vergangenheit wiederfinden: Auf der Erstellseite sehen unsere Fotos immerhin „erkennbar“ aus.)

  11. FM* - Das Fotobuch Magazin sagt:

    Sehr geehrter Herr Clausen,

    ich muss dringend davor warnen, Screenshots aus Word heraus in den Kalender einzufügen und drucken zu lassen. Selbst wenn die Fotos auf dem Bildschirm gut aussehen (das tun sie auf dem Bildschirm schnell, da dort max 72 DPI angezeigt werden). Das Druckergebnis wird womöglich grausig!

    Es ist wirklich sehr merkwürdig, dass der reguläre weg nicht geht. Wir haben einen Beitrag über das Scannen von alten Fotos für den Druck – vielleicht hilft Ihnen der Beitrag auch noch weiter:

    http://www.fotobuchmagazin.de/fotobuchgestaltung/kapitel-2/fotos-und-dias-fuer-ein-fotobuch-richtig-scannen/

    Mit freundlichen Grüßen

  12. Melanie w sagt:

    Hallo,
    Kann man auch HDR Bilder nehmen oder geht das nicht?
    Vielen Dank im Voraus

  13. FM* - Das Fotobuch Magazin sagt:

    Hallo Melanie,

    zumindest geben einige Anbieter an, grundsätzlich Tiff Formate, welches ja ein Ausgabeformat für HDR Bilder darstellt, anzunehmen. Jedoch ist fraglich, ob die gedruckte Wiedergabe der Fotos qualitativ zufrieden stellen kann. Positive Stimmen zur Wiedergabe von HDR Bildern finden sich vor allem bei belichteten Fotobüchern, hier sind Saal Digital oder belichtete Fotobücher von CEWE zu empfehlen. Also das sogenannte Echtfotobuch.

  14. Alina sagt:

    Hi zusammen,
    habe da mal eine evtl. etwas blöde Frage:
    Ich möchte gerne digitale Bilder als 10er (also ca. 10x15cm bzw. 10x13cm) Fotos drucken lassen.
    Die Ausgangsbilder haben unterschiedliche Auflösungen: 4000×3000 und 1600×1200 Pixel.
    Bei allen Bildern steht jedoch in den Details, dass sie 72 dpi besäßen.

    Selbstverständlich möchte ich gedruckte Fotos von sehr guter Qualität erhalten.
    Ich habe die Befürchtung, dass ich unscharfe bzw. überladene Fotos bekomme, weil gerade die 4000×3000-Bilder ja doch schon recht groß sind.

    Als Beispiel: Ich habe vor kurzem Postkarten drucken lassen und die unbearbeiteten digitalen Bilder dafür hochgeladen. Das Ergebnis ist traurig: Die Bilder auf den Postkarten sind erschreckend unscharf.
    Das kann nat. mehrere Gründe haben:
    1. Der Anbieter druckt schlichtweg schlecht 😀
    2. Die Tatsache, dass sechs Bilder auf einer Postkarte sind. D.h. es sind recht kleine, quadratische Bilder im 1:1 -Format. Da die Ausgangsbilder im 4:3 -Format sind, ist es ja auch irgendwie logisch, dass das Endergebnis unscharf ist; zwar nicht verzogen, aber sehr unscharf. Traurig finde ich bloß, dass mich das Programm während des Erstellens der Postkarte nicht gewarnt hat.
    3. Wenn man mal drüber nachdenkt, sind 4000×3000 Pixel ja wirklich recht viel für ein Bild, dass nur Maße von ca. 3x3cm aufweist 😀 Wahrscheinlich ist das kleine Bild einfach überladen mit Pixel (wenn man das so ausdrücken kann).

    > Wie man vielleicht schon merkt: ich habe keine Ahnung von der Materie!
    Ich lese mich gerade etwas durch die Thematik und muss mit Erschrecken feststellen, dass sich immer neue Fragen auftun und ich wahrscheinlich noch 70.000 Jahre lesen kann und immernoch nicht alles begreifen werde 😀

    Verstehe ich es richtig, dass für ein sehr gut gedrucktes Foto mindestens 300 dpi notwendig sind?
    Ich habe schon festgestellt, dass ich die Bilder mit GIMP entweder neu skalieren oder die Druckgröße (also die Druckauflösung des Bildes) verändern kann und sie gleichzeitig auch mit mehr dpi abgespeichert werden.

    Meine eigentliche Frage ist:
    Auf welche Maße, Auflösung, dpi soll ich die Bilder bringen,bevor ich sie zum Druck schicke, um ein qualitativ hochwertiges 10er Foto zu erhalten?

    Soll ich das Bild lieber skalieren?
    Oder nur die Druckgröße anpassen?
    Druckgröße ändern: Wenn ich bei einem 4000×3000-Bild die Höhe auf 10 cm bringe, stellt sich die Breite auf 13,333 cm ein und die dpi automatisch auf 762! Ist das zu viel?

    Wenn ich hingegen das Bild skaliere, kann ich die dpi-Zahl frei wählen, gebe dann eine Höhe ein und die Breite passt sich an. z.B. dpi 300/ Höhe 9,999cm/ Breite 13,335cm.

    Ich hoffe, Sie haben einen hilfreichen Tipp für mich!

    Beste Grüße!
    Alina

  15. FM* - Das Fotobuch Magazin sagt:

    Hi Alina,

    bei uns ist gerade große Urlaubszeit – wir haben deine Mail trotzdem mal an die Autorin weitergeleitet. Vielleicht ist ja eine schnelle Antwort möglich 🙂

    Grüße

  16. Alina sagt:

    Oh!
    Vielen Dank! 🙂

  17. FM* - Das Fotobuch Magazin sagt:

    Hallo Alina,

    schonmal soviel: 300 dpi sind Pflicht beim Druck – ein zuviel gibt es nicht ;-). Aber alles unter 300 dpi wird im Druck fürchterlich aussehen, das gilt auch für jede einzelne Kachel deines 10er Bildes. Computermonitore zeigen bereits bei 72 dpi ein tolles Bild, weshalb sich viele User dadurch irritieren lassen und denken, sie hätten ausreichend Auflösung für den Druck. Wenn das gesamte Bild 300 dpi (mindestens) aufweist, kannst du es drucken lassen.

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