Fotoreisen mit Fernglas-Kameras. Auf der Suche nach dem ganz besonderen Motiv


 
Rolf JansenSven Betting

 
 
 
 
 
Von unseren Chefredakteuren Rolf Jansen und Sven Betting
 

Immer mehr Menschen haben eine eigene Kamera dabei, wenn sie unterwegs sind. Mit dem Smartphone und der eingebauten Kamera kann jeder ganz leicht schöne Momente oder tolle Motive festhalten. Doch so hoch entwickelt die modernen Digitalkameras heute auch sind, haben sie beim Fotografieren ihre Grenzen. Vor allem beim Zoomen sind schnell Grenzen erreicht. Ein Fernglas mit Digitalkamera macht ganz besondere Fotos von Details aus der Ferne möglich – auf Reisen genauso wie im Alltag.

Klassisches Fernglas

Was hat der Vogel in der Ferne nur für farbenprächtige Federn? Mit einem Fernglas kann jeder leicht Adleraugen bekommen. | Quelle

 

Reisen mit ganz neuen Sichtweisen

Gerade nach einer Reise sind Fotos die besten Erinnerungsstücke. Dafür muss niemand besonders weit reisen. Für die Zusammenstellung wunderschöner Fotobücher bieten Fotoreisen in Deutschland auch genügend toller Motive. Es gibt viele Gelegenheiten, zu denen sich ein Fernglas fototechnisch bewähren kann:

    1.) bei der Beobachtung von Vögeln. Diese Tiere sind das Lieblingsmotiv bei Fernglas-Benutzern.
    2.) bei der Beobachtung von Sternen. Normale Kameras oder Smartphones liefern hier keine sehenswerten Details. Auch bei Anhöhen und Panoramaperspektiven sind Ferngläser die bessere Wahl.

Bei ausgedehnten Touren sollte ein Reisefernglas nicht fehlen. Moderne Ferngläser nehmen nicht so viel Platz im Rucksack in Anspruch. Ein solches Fernglas sollte aus stoßfestem, soliden Material gebaut und möglichst wasserdicht sein, damit auch ein Nieselregen dem Gerät nichts anhaben kann.

Darauf sollten Sie beim Kauf eines Fernglases mit Kamera achten

Für Technikfreaks und passionierte Hobbyfotografen ist ein Fernglas mit eingebauter Digitalkamera ein wahres Vergnügen. So werden seltene Motive, die in einiger Entfernung sind, nicht nur für den Moment, sondern dauerhaft bewahrt. Ein wildes Tier auf einer Safari oder ein schönes Detail auf einem besonderen Bauwerk sind mit einem solchen Fernglas leicht zu fotografieren.

Eine Fernglas-Kamera ist vielseitig einsetzbar. Wichtig ist dabei, dass die Kamera perfekt auf das Fernglas abgestimmt ist. Ist das nicht der Fall, hat dies zu dunkle oder unscharfe Bilder zur Folge. Die Qualität von Kamera und Fernglas ist hier entscheidend.

  • Auflösung

Je höher die Auflösung, desto größer können die Bilder anschließend ausgedruckt werden und umso schärfer sind sie. Im Handel sind Auflösungen zwischen ein und vier Megapixel üblich. Für den Ausdruck in Fotoalben reicht eine geringere Auflösung, für ein Bild im Posterformat braucht es mehr Megapixel.

  • Speicherkapazität

Wenn viele Bilder oder Videoaufnahmen beabsichtigt sind, ist eine zusätzliche Speicherkarte notwendig. Die integrierten Speicher haben in der Regel nur Platz für etwa 50 Aufnahmen mit einer Auflösung von drei Megapixeln. Zusätzliche Speicherkarten sind günstig und gehören in jedem Fall in die Tasche.

  • LCD-Bildschirm

Ähnlich wie bei normalen Digitalkameras ist bei den digitalen Fernglaskameras ein LCD-Bildschirm integriert. So ist ein Betrachten der Bilder direkt nach der Aufnahme möglich und erleichtert so auch die Auswahl und Nachbearbeitung der Fotos.

  • Objektiv-Durchmesser

Ein Fernglas mit integrierter Digitalkamera verfügt über einen Objektiv-Durchmesser von 42 bis 50 Millimeter. Ist der Durchmesser größer, kann damit auch in der Dunkelheit oder Dämmerung fotografiert werden.

  • Video-Funktion

Manche dieser speziellen digitalen Ferngläser bieten die Möglichkeit, Videos aufzunehmen und abzuspeichern. Für die Videoübertragung und die weitere Bearbeitung muss die passende Software vorhanden sein.

Fernstecher

Mit einem alten Fernstecher haben moderne Ferngläser nicht mehr viel gemeinsam. | Quelle

 

Darum in die Ferne schweifen…

Mit einem Fernglas entstehen ganz neue Perspektiven, die es sich lohnt, auszuprobieren. Einen detaillierten Vergleich der technischen Merkmale bietet fernglas.net. Neben der reinen Information gibt es auch ausführliche Testberichte und Vergleiche zu diesen Produkten:

– Fernglas mit Nachtsichtfunktion
– Feldstecher
– Monekular
– Binokular
– Fernrohr

Ergänzt werden diese lesenswerten Inhalte mit einer Übersicht zum passenden Zubehör wie etwa

– Stative und Stativadapter,
– Schutzdeckel,
– Okulare,
– Fototaschen
– und Tragesysteme

sowie einige nützliche Hilfsmittel für eine ausgedehnte Wanderung oder Trekkingreise (wie Angel- und Jagdmesser, Kompasse und Fisch- oder Vogelbestimmungsmesser).

 

Aus den Archiven…

Das größte Fernglas der Welt wurde 2001 in Mailand eingeweiht und steht seit 2004 in Arizona (vgl. wissenschaft.de). Die Maße des Großen Binokular-Teleskops sind gigantisch: 20 Meter hoch ist das Gestell. Die zwei Spiegel im Innern des doppeläugigen Teleskops haben jeweils einen Durchmesser von 8,4 Metern. Sie sind parallel in einem Abstand von 14,4 Metern montiert. Auch die Kosten waren astronomisch: umgerechnet 100 Millionen Euro. Mit dem leistungsstärksten Einzelteleskop auf der Welt hofft das am Bau beteiligte Max-Planck-Institut, Planeten in der Nähe anderer Sterne ausspähen zu können.

 

Wie funktioniert eigentlich ein Fernglas?

 

 

Auf den ersten Blick erscheinen Ferngläser komplizierte Geräte zu sein, doch haben sie eine durchschaubare Funktionsweise. In der Regel handelt es sich dabei um zwei Fernrohre, welche nebeneinander angeordnet sind.

Im Prinzip besteht jedes Fernglas aus drei Komponenten: Objektive, ein Prismensystem und Okulare. Das Licht wird von einem Objekt reflektiert und die so reflektierten Lichtstrahlen treffen auf im Fernglas befindliche Objekte. Durch die Prismen werden die Lichtstrahlen korrigiert und durch die Okulare vergrößert. Ein Okular ist wie eine Lupe und besteht aus drei bis sechs einzelnen Linsen.
Der Vergrößerungsfaktor eines Fernglases lässt sich mit der Formel „Zahl x Zahl“ berechnen. Die erste Zahl ist der Vergrößerungsfaktor. In der Regel liegt er bei der acht- bis zehnfachen Vergrößerung. Zum Vergleich: In der Astronomie wird ein Faktor von bis zu 50 erreicht. Kompakte Ferngläser haben deutlich geringeren Vergrößerungsfaktor. Die zweite Zahl bezeichnet den Objektdurchmesser in Millimetern. Je höher dieser Wert ist, desto mehr Lichteinfall gelangt ins Fernglas.

Einzigartige Motive mit dem Fernglas einfangen
Wie gelingen gute Fotos mit einem Fernglas? Natürlich reicht ein im Handel käufliches Fernglas nie an die Möglichkeiten eines wissenschaftlichen Fernglases oder an eine High-End-Kamera heran. Doch in der Handhabung haben sie dafür einige Vorteile:

  • Viele Ferngläser haben eine Tastatur eingebaut. Tipp: Interessierte sollten darauf achten, dass die Tasten groß genug sind, sonst passieren bereits bei der Eingabe Fehler.
  • Ein integrierter Autofokus erlaubt es, sofort eine scharfe Einstellung zu finden – ohne zuvor die Schärfe aktiv einzustellen. Tipp: Verbraucher sollten Vergleiche ziehen oder eine Fachberatung in Anspruch nehmen.

 

Quellenangaben

  • pixabay.com © nightowl
  • pixabay.com © maxmann

 

Autor: