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Königsklasse Portraitfotografie – so gelingen die Aufnahmen wirklich

Die Portraitfotografie gehört zur Königsdisziplin. Wenn hier nicht jeder Winkel exakt gewählt wurde, kann nicht das Beste aus dem Bild herausgeholt werden. Doch ein teures Studioequipment ist dafür nicht zwingend erforderlich. Im eigenen zu Hause gibt es weitreichende Möglichkeiten, um optimale Portraits zu schießen, bei denen wirklich alle Details stimmen. Eine kleine Anleitung, wie selbst Laien beeindruckende Portraits schießen können, ist im Folgenden zu finden.

Portraitfotografie

Foto: 64679 Pixabay © 3935302 CCO Public Domain

Zu häufig unterschätzt – das Fenster für die perfekte Portraitfotografie

 

In der Portraitfotografie braucht es nicht zwangsläufig eine teure Ausrüstung und extravagante Beleuchtung, das Tageslicht ist die beste Lichtquelle für Fotografen. Optimal geeignet ist das Fenster, sofern ausreichend Platz für das eigentliche Motiv verfügbar ist. Ein Ausschlusskriterium ist jedoch direktes Sonnenlicht, denn das wirkt auf einem klassischen Portrait schnell überbelichtet.

Ideal für die Portraitfotografie geeignet sind Fenster mit Ausrichtung gen Norden, denn dort kommt kein direktes Sonnenlicht hinein. In den frühen Morgenstunden sind jedoch auch westlich ausgerichtete Fenster geeignet, in den Nachmittagsstunden ein Fenster in Richtung Osten.

 

Licht und Position im Zusammenspiel bei der Portraitfotografie

Die Portraitfotografie lebt von ihrem Modell, was zusammen mit der richtigen Lichtquelle eine perfekte Symbiose eingeht. Wichtig ist dabei, dass das Licht auch wirklich die Konturen des Gesichts hervorhebt. Ein paar Grundkenntnisse in der Lehre des Lichts sind hierfür hilfreich. Je näher sich das Modell bei der Portraitfotografie an der Lichtquelle befindet, desto heller ist die angestrahlte Seite des Gesichts. Nimmt das Modell weiter hinten Platz, wird der Kontrast gedämpft.

Zu den wichtigsten Lernelementen gehört es zu verstehen, dass kein Bild gleich ausfällt. Bei einigen Modellen kann es gerade der hohe Kontrast durch die Nähe zum Fenster sein, der einen besonderen Effekt erzielt. Andere Fotos wiederum werden besser aufgenommen, wenn das Bild dunkler, aber nicht zwingend unscharf erscheint.

 

Die richtige Kameraeinstellung finden

Bei einem perfekt geschossenen Portrait springt die Sympathie des Modells auf den Betrachter über. Ob für ein Fotobuch als Geschenk oder für den Eigenbedarf, die richtige Portraitfotografie gelingt nur, wenn die Einstellungen der Kamera perfektioniert wurden.

Reicht das Fensterlicht nicht aus, um ausreichende Helligkeit zu erzeugen, kann eine Blende Abhilfe schaffen. Mithilfe von Zeitautomatik wird die Verschlusszeit automatisch ausgewählt. Wenn zusätzlich ein passender ISO-Wert eingegeben wird, sollte die Verschlusszeit bei der Portraitfotografie mindestens 1/125 Sekunden betragen. Dieser Wert ist ein Standard, höhere Werte kommen fast nie zum Einsatz.

 

Der Weißabgleich als Merkmal der Portraitfotografie

Eine weitere wichtige Rolle spielt außerdem der Weißabgleich. Nicht immer ist der automatisch gewählte Abgleich optimal, doch die Portraitfotografie lebt davon, dass der Fotograf nachjustieren kann. Konsistente Ergebnisse lassen sich erzielen, wenn in den Einstellungen Kunstlicht statt Tageslicht ausgewählt wird. Je nach Kamera gibt es außerdem Simulationsmodi, die für die Portraitfotografie hervorragend geeignet sind.

 

Die Kameraführung kann bei der Portraitfotografie variieren.

Foto: Pixabay © Shutterbug75 CCO Public Domain

Eine kleine Schritt für Schritt Anleitung

Wirklich viele interessierte Hobbyfotografen gibt es in Deutschland nicht. Umso wichtiger ist es, dass die wenigen herausragenden Talente ihre künstlerische Gabe voll und ganz ausschöpfen. Die folgende Step-by-Step Anleitung ist jedoch nicht nur für erfahrene Fotografen, sondern auch für Laien geeignet, die sich der Portraitfotografie nähern möchten.

 

1. Den richtigen Ort auswählen

Das A und O bei der Portraitfotografie ist der richtige Standort. Ein neutraler Hintergrund ist ebenso wichtig wie der Lichteinfall durch das Fenster. Je nach Fensterhöhe eignet sich dann ein Stuhl zum Sitzen für das Modell, es ist aber auch eine Aufnahme auf dem Boden möglich. Selbst Portraits im Stehen können sehr gut ankommen, sofern der Lichteinfall stimmt.

 

2. Testaufnahmen anfertigen

Um bei der Portraitfotografie herauszufinden, ob der Standort wirklich passt, braucht es einige Probeaufnahmen. Wenn die Ergebnisse bereits unschön ausfallen und nicht überzeugen, kann direkt der Ort gewechselt werden. Mit der Blende lässt sich zwar vieles nachjustieren, doch ein paar Grundvoraussetzungen muss der Ort bereits mitbringen.

 

3. Das ideale Licht finden

Bei der Portraitfotografie kommt es auf ein ausgewogenes Hell-Dunkel-Verhältnis zwischen beiden Gesichtshälften an. Durch die flexible Distanz zum Fenster lässt sich der Lichtabfall verändern. Mit Hilfe eines Reflektors ist es außerdem möglich, das Licht auf der dunklen Seite zurückzuprojizieren. Reflektoren kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn ein natürliches und weiches Ergebnis gewünscht ist.

 

4. Bewegung zum Feintuning

Um das perfekte Bild einzufangen, braucht es oft mehrere Anläufe. Einen erfolgreichen Schnappschuss gibt es fast nie, mehrere Aufnahmen ermöglichen später herauszufinden, welches Bild perfekt geworden ist. Es lohnt sich, den Fokus zu variieren und hin und wieder sogar die Blende zu wechseln. Je mehr Bewegung, desto mehr verwertbare Bilder.

 

5. Verschiedene Bildvarianten

Es gibt nicht „ein perfektes Bild“, es gibt aber in der Portraitfotografie viele Bilder, die der Perfektion nahe kommen. Verschiedene Varianten erleichtern die Auswahl. Zugezogene Vorhänge, andere Lichtverhältnisse, die Umstellung der Kamera von Tageslicht auf Kunstlicht – all diese Effekte können Veränderungen bringen und es lohnt sich, diese bei einer Bilderserie auszuprobieren.

 

Fazit: Die schönsten Bilder entstehen mit Licht

 

Licht ist eines der wichtigsten Elemente in der Portraitfotografie oder für Bewerbungsfotos, denn es ist flexibel und lässt mehrere Varianten eines Bildes zu. Die beste Lichtquelle ist das Fenster, denn klareres, strukturierteres Licht ist mit keinem Blitz zu erreichen.

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