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Außer der Reihe

Das hilft gegen Maden in der Biomülltonne und Gestank

Von Sven Betting

Der Autor Sven Betting ist Chefredakteur bei FM* – Das Fotobuch Magazin.

Ein Biofilterdeckel löst das Problem mit Maden und Gestank bei Biomülltonnen biologisch!

Maden- und Gestanksfrei dank Mikroorganismen

In den warmen Monaten ist es stets das gleiche Problem: Die Biomülltonnen stinken. Der Gestank zieht zu allem Überfluß auch noch Fliegen an. Die Fliegen legen Eier trotz Deckel in der Mülltonne ab. Unzählige wimmelnde weiße Maden sind die Folge. Der Gang zur Biomülltonne wird zum Horrortrip. Tipps zur Problemlösung gibt es im Internet als Massenware: Alles in Papier einwickeln, Biomülltonne nicht in die Sonne stellen, Mülleimer auswaschen.

Diese Lösungen sind alle nett gemeint. Sie kosten aber viel Zeit und bekämpfen nur Symptome und nicht die Ursache. Wegen all der unangenehmen Folgen des „Biomülls“ stoppen dann viele die eigentlich sinnvolle Trennung komplett. Dabei gibt es eine ganz simple Lösung: Biofilter für Biomülltonnen. In dem folgenden Video der ARD Sendung „Wer weiß den sowas“ wird das Prinzip sehr schön erklärt…

Maden und Gestank biologisch bekämpfen

Biofilterdeckel gegen Maden und Gestank

Rein biologisches Filtermaterial

Das aktive Bio-Filtermaterial ist ein natürliches Substrat auf Basis von Kokosfasern. Das Biofiltermaterial gegen maden und Gestank durch Biomüll ist angeimpft mit speziell adaptierten Mikroorganismen. Das Filtermaterial ist einschließlich seiner Zuschlagsstoffe trocken und als Pressling verdichtet.

Die Biofiltration stellt eine einfache Methode zur Reinigung von geruchstoffhaltiger Abluft dar. Weil Mikroorganismen dabei Schad- und Geruchsstoffe in harmlose Produkte wie Kohlenstoffdioxid und Wasser verwandeln ist der Vorgfang rein biologisch.

Die Grundlage ist im Wesentlichen eine Oxidation. Der Abbau und Umwandlung der Stoffe durch Mikroorganismen findet in unschädliche und geruchlich nicht störende Substanzen statt. Die auf dem Filtermaterial sessilen Mikroorganismen verwerten die in der Abluft enthaltenen Substanzen für ihre Stoffwechselvorgänge.

Das Filtermaterial ist dabei nicht nur Träger für die Mikroorganismen, sondern auch ein Nährstofflieferant.

Hinter dem einfachen Prinzip der Elimination von Geruchsstoffen steckt ein komplexes System. Dieses System benötigt für eine stabile Funktionsfähigkeit und einen hohen Wirkungsgrad optimale Milieubedingungen. Die wesentliche Voraussetzung für eine gute Wirkung ist die Einhaltung optimaler Lebensbedingungen für die Mikroorganismen. Hierzu zählen pH-Wert, Temperatur, Feuchte und Nährstoffangebot.

Die Biofilter gegen Gestank und Maden im Biomüll arbeiten mit Mikroorganismen

Wir haben den Deckel jetzt 2 Wochen in Gebrauch – und zwar in der Zeit, als es richtig sommerlich heiß war. Seither haben wir keine Maden mehr, und keine Geruchsbelästigung. Wichtig ist, dass man tatsächlich die Montage-/Bedienungsanleitung liest.

Der Deckel muss richtig angebracht und vor allem der darin befindliche Kohlefilter mit heißem Wasser aktiviert werden. Und natürlich macht es Sinn, dass man die geleerte Mülltonne vorher gründlich auswäscht (sollte man sowieso nach jeder Leerung tun), um tatsächlich alle Fliegeneier rauszuspülen. Wir benutzen auch seither passende 240 L Biomüllpapiertüten – aber auch nur deshalb, weil einige Mieter noch immer ihren Biomüll ohne vorherige Einwicklung in die Tonne werfen.

Der Deckel schließt fest, so dass Fliegen keine Chance haben, in die Tonne hineinzukommen und ihre Eier abzulegen, aus denen dann Maden schlüpfen könnten. Daher macht der Deckel natürlich nur dann Sinn, wenn er NICHT offenbleibt, sondern sofort nach Gebrauch wieder geschlossen wird.

Willi

Wir hatten im Sommer oft mit Fliegen und Maden im Biomüll zu kämpfen. Teilweise kam uns beim Öffnen des Mülleimers ein Schwarm von kleinen Fliegen entgegen. Richtig eklig. Dieser Deckel funktioniert bei uns zu 100% und ist für uns jeden Cent wert.

Wir haben den Deckel jetzt seit einigen Wochen bei hochsommerlichen Temperaturen in Gebrauch. Keine unangenehmen Gerüche, keine Fliegen, keine Maden. Wirklich fast nichts! Zu beachten ist, dass man den passenden Deckel auswählt, da es herstellerspezifische Unterschiede gibt.

Desweiteren kann man der Bestellung auch eine Bemerkung beifügen, wenn man zum Beispiel einen braunen Deckel möchte. Versand lief ohne Problem, alles schön verpackt. Montage ist auch relativ einfach, man braucht nur einen großen Schraubenzieher, eine Zange und einen Gummihammer. Es ist auch eine Anleitung dabei, aber wer auf YouTube sucht, wird schnell fündig. Da wird alles perfekt erklärt. Nach der Montage werden die Mikroorganismen mit warmem Wasser aktiviert. Fertig!

buracus

Eure Erfahrungsberichte und Kommentare sind willkommen.

Kommentare zum Problem Biomülltonne: Gestank und Maden

9 Kommentare

  1. Schön, dass es da was gibt, um das Problem zu lösen. Werde ich mal ausprobieren!

  2. Problematisch sind für unsere Großküche vor allem die Speiserestetonnen. Im letzten Sommer war es so schlimm, dass um die Tonnen herum ein ganzer Fliegenschwarm Einzug gehalten hat. Vom Gestank mal ganz abgesehen und den Beschwerden der Nachbarn.

    Der Entsorger konnte trotz häufigerer Anforderungen auch keine Zwischenleerungen realisieren. Die Idee mit dem Filterdeckel klingt nach einer wrklich guten Lösung, wenn den die Mikroorganismen auch bei über 30 Grad noch alle schlechten Gerüche beseitigen können. Auf der Seite des Herstellers habe ich gehesen, dass es für die Gastronomie ein extra Lösung für die Wechseltonnen gibt.

    Einen Deckel zum aufclipen. Ein fester Biofilterdeckel würde uns nix bringen, weil wir immer neue Tonnen hingestellt bekommen und unsere vollen Tonnen zur Reinigung mitgenommen werden. Ich finde die Lösung so genial, dass ich das posten wollte. Wir werden die Lösung mit den Clipdeckeln und Biofilter jetzt definitv ausprobieren.

  3. Ich wollte nur damit sagen, dass man sich die ganzen Hausmittelchen sparen kann. Immer wieder Symptome wie Gestank zu beseitigen oder die Maden irgendwie rauszuspülen ist ja keine Lösung. Das muss immer wieder gemacht werden. Wenn ich jetzt die Arbeitszeit für Reinigung zusammenrechne, lohnt sich der Biofilterdeckel wahrscheinlich schon in der zweiten Woche in der Anschaffung 🙂

  4. Volker R. am 22. Januar 2019 um 13:42

    „Die Biotonne in die pralle Sonne zu schieben, Ausspritzen und mit Essigwasser auswaschen kostet mich ja einen halben Tag Freizeit. “

    @ Volker R.: Ich hab nur geschrieben, was wir im Sommer mit der Biotonne machen und nicht, dass es eine Patentlösung sein soll. Klar geht das Ausspritzen auf die Nerven, genau wie Rasenmähen oder der ganze andere Kokolores.

  5. Der Artikel oben wurde von den Kommentatoren hier aber schon gelesen oder!?! Die Biotonne in die pralle Sonne zu schieben, Ausspritzen und mit Essigwasser auswaschen kostet mich ja einen halben Tag Freizeit. Damit bekämpft man auch nicht die Maden in der Biotonne, sondern beseitigt die Maden im Mülleimer nur einmal in der Woche.

    Der vorgestellte Biofilter scheint doch die Probleme – wohl schon erprobt – gut im Griff zu haben. Warum sollte man sich dann noch mit den Hausmitteln rumschlagen, die die Ursachen dann doch nicht lösen.

  6. Im Sommer kommt es schon vor, dass die Biotonne voller Maden ist. Ist zwar ekelig, aber die Vögel freuen sich. Ich schiebe die Tonne dann auf den Rasen in die pralle Sonne und stelle den Deckel auf. Die Vögel haben schnell raus, dass da ein Festmahl wartet. Der Rest der Maden trocknet dann in der Hitze einfach aus. Tonne auspritzen und nochmal mit Essigwasser auswaschen. Dann hat man wieder ein paar Tage Ruhe. Gegen den Gestank hilft das natürlich nur kurz.

  7. Die dumme Stinketonne ist für tägliche Losrunden gut. Welches Familienmitglied bringt den Biomüll in die Stinketonne. Das Auswaschen haben wir auch längst drangegeben. Ich hab echt keine Lust, da Abends nach der Arbeit noch den Gartenschlauch reinzuhängen und die laufende Suppe im Innenhof zu haben. dafür , dass die Tonne dann einen tag nicht mehr so stinkt. Danke. Im Sommer wandert dann eben ein Teil des Biomülls einfach in den Restmüll zusammen mit dem zugeknoteten Müllsack. Stinkt dann auch nicht.

  8. Da täglich mit Kalk rumzuhantieren mag zwar funktionieren, ich will mich mit der Tonne aber soviel gar nicht beschäftigen. Die Lösung mit einem Madendeckel ist ein Blick wert.

  9. Bei mir hilft gelöschter Kalk da wahre Wunder. Wenn man den immer wieder mit in die Tonne gibt, sind die Maden in der Mülltonne Geschichte. Gegen den Geruch wirkt es zwar nicht, aber die Maden sind vor allem in heißen Sommern wie den letzten die größte Plage finde ich.

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