Wollt ihr ein Fotobuch gestalten? Dann solltet ihr wissen, dass es grundsätzlich zwei unterschiedliche Produktionsverfahren gibt. Echtfotobücher und digital gedruckte Fotobücher. Das was beide Verfahren voneinander unterscheidet, ist die Art und Weise, wie die Inhalte auf Papier gebracht werden. Dies hat nicht nur Auswirkung auf die Qualität, sondern auch auf die Haptik und den Preis. Egal ob Echtfotobuch oder Digitaldruck, Fotopapier kann bei beiden Verfahren verwendet werden.
Beide Varianten haben natürlich ihre Vor- und Nachteile und eignen sich für einige Bereiche mehr und für andere weniger. In diesem Artikel zeigen wir euch, worin der Unterschied zwischen Digitaldruck und Echtfotobüchern besteht und welche Option besser zu eurem Fotobuch passt.
Was ist ein Echtfotobuch?
Vorteile Echtfotobuch
- Brillante Farben und hohe Detailtreue
- Kein Rasterdruck – weiche Übergänge wie bei klassischen Abzügen
- Layflat-Bindung für nahtlose Doppelseiten
- Langlebiges, stabiles Fotopapier
- Hochwertige Haptik durch dickes Papier
Nachteile Echtfotobuch
- Hoher Preis
- Geringere Auswahl an Formaten,
Papieren und Bindungen - Begrenzte Seitenzahl durch dicke Fotopapierseiten
- Texte können leicht unscharf wirken
- Oberflächen meist nur glänzend oder
matt – keine speziellen Strukturen
Könnt ihr euch noch daran erinnern, wie Fotos früher entwickelt wurden? Die Negativaufnahmen auf den Filmrollen, die ja kein Licht abbekommen durften, da die Bilder sonst weg waren? Das Arbeiten in dunklen Kammern, die mit Rotlicht ausgeleuchtet waren und die Abzüge in Wasserbädern, die später aufgehangen wurden?
Nach dem gleichen Prinzip, nur in digital und modern, werden Echtfotobücher hergestellt. Statt mit Negativen arbeitet man heute allerdings mit digitalen Bilddaten, die auf Fotopapier belichtet werden. Das Ergebnis sind brillante Farben, feine Details und eine Bildqualität, wie klassische Fotoabzüge.
Die Buchseiten bestehen aus dickem, hochwertigem Fotopapier und haben eine schöne, edle Haptik. Jedoch bringt das Herstellungsverfahren auch einige Besonderheiten mit sich. Da die Seiten einseitig belichtet und anschließen rückseitig miteinander verklebt werden, ist eine Layflat-Bindung technisch erforderlich. Diese hat den Vorteil, dass das Buch komplett flach aufgeschlagen werden kann und besonders Panoramabilder gut zur Geltung kommen.
Ein Nachteil ist die begrenzte Seitenzahl. Da immer zwei Fotopapierseiten miteinander verklebt werden, wird das Buch schnell dick. Deshalb sind meist maximal 100 Seiten möglich. Auch bei der Formatwahl gibt es durch das spezielle Produktionsverfahren Einschränkungen. Meist gibt es nur Standartformate wie A4 quer, 20×20 cm oder 30×30 cm.
Das aufwendige, aber hochwertige Verfahren hat natürlich auch seinen Preis. Echtfotobücher sind teurer als digital gedruckte Fotobücher, bieten dafür aber auch eine deutlich bessere Bildqualität. Texte hingegen können durch die Art der Belichtung leicht unscharf wirken.
Warum wirken Texte im Echtfotobuch manchmal unscharf?
Während Fotos im Echtfotobuch mit einer außerordentlichen Brillanz und Detailtreue bestechen, können Texte und Grafiken leicht verschwommen oder unscharf erscheinen. Dies kann besonders bei kleinen oder filigran gesetzten Texten passieren.
Warum? Die Bild- und Textverarbeitung beim Belichten ist anders. Echtfotobücher werden mit einem fotochemischen Verfahren, bei dem das Seitenlayout als ein einziges Bild betrachtet wird, auf das Fotopapier belichtet. Das Bedeutet, dass Texte und auch Grafiken nicht wie beim Digitaldruck als Vektoren, sondern als Pixelbild aufgebaut werden.
Bei Fotos, die generell in Pixeln dargestellt werden, ist dies kein Problem, denn die weichen Übergänge sorgen für natürliche Kontraste und realistische Farbtiefe. Genau diese weichen Übergänge sorgen bei den Texten und Grafiken jedoch dafür, dass sie leicht verschwommen wirken oder ausgefranzte Kanten habe. Texte und auch Grafiken brauchen aber klare Kanten und Linien, da sie dadurch erst lesbar werden.
Das könnt ihr machen, damit Texte im Echtfotobuch scharf dargestellt werden:
- Größere Schrift verwenden (10 – 12 pt und aufwärts)
- Klare, serifenlose Schriften (z.B. Arial, Open Sans)
- Hohe Kontraste zwischen Text und Hintergrund
- Keine extrem dünnen Schriftschnitte verwenden
- Keine graue Schrift verwenden
Diese Punkte können dabei helfen, die Lesbarkeit deutlich zu verbessern, damit die Texte mit der überragenden Bildqualität mithalten können.
01 Echtfotobuch
02 digital gedrucktes Fotobuch
Digitaldruck auf Fotopapier: Was macht ein hochwertiges digital gedrucktes Fotobuch aus?
Vorteile digital gedrucktes Fotobuch
- Größere Auswahl an Formaten, Papiersorten und Bindungen
- Preisgünstiger als Echtfotobücher
- Mehr Seiten möglich
- Schnellere Produktion und Lieferung möglich
Nachteile digital gedrucktes Fotobuch
- Druckraster sichtbar, geringere Detailtiefe
- Farben weniger brillant, besonders bei großflächigen Bildern
- Layflat-Bindung, nicht immer möglich
- Weniger robust bei häufiger Nutzung
Wie zu Anfang schon angedeutet unterscheidet sich die Herstellung eines digital gedruckten Fotobuches deutlich von einem Echtfotobuch. Wie der Name schon sagt, werden hier alle Inhalte auf Papier gedruckt, ähnlich wie bei einem Farbdrucker, nur deutlich hochwertiger und professioneller.
Die digitalen Bildinhalte werden je nach Anbieter mittels Tintenstrahl- oder Laserdruckverfahren auf spezielle Papiere aufgetragen. Das Ergebnis sind Ausdrucke mit hoher Detailgenauigkeit, bei denen besonders Texte und grafische Elemente klar und sauber wiedergegeben werden. Warum Texte und Grafiken schärfer erscheinen, erklären wir später nochmal genauer.
Im Vergleich zum Echtfotobuch verlieren Fotos hingegen etwas von ihrer Brillanz und Farbtiefe. Der Grund liegt im Druckverfahren, denn beim Digitaldruck wird die Farbe in kleinen Punkten auf das Papier gebracht. Dadurch lassen sich zwar gute Ergebnisse erzielen, aber nicht die gleiche Tiefe bei der chemischen Belichtung beim Echtfotobuch.
Ein digital gedrucktes Fotobuch ist in der Gestaltung freier als ein Echtfotobuch, da es hier keine technischen Einschränkungen gibt. Oft hat meine eine große Auswahl aus verschiedenen Formaten, Papierarten, Oberflächen und Bindungen und ist auch bei den Seitenzahlen nicht so begrenzt.
Jedoch hat auch der Digitaldruck seine Grenzen. Fotos mit besonders intensiven Farben oder Bilder mit feinen Verläufen wirken im Digitaldruck meistens etwas gedämpfter.
Texte und grafische Elemente in Fotobüchern als Digitaldruck
Anders als bei Echtfotobuch, wo die ganze Seite als Bild belichtet wird, arbeitet der Digitaldruck mit einer präzisen Punkt-für-Punkt-Darstellung (Pixel- oder Tonerpunkte). Dabei erkennt das System, was ein Bild, was ein Text und was ein grafisches Element ist und behandelt diese entsprechend. Dadurch werden Texte, Linien, Symbole und andere grafische Elemente gestochen scharf dargestellt und nicht „weichgezeichnet“, wie z.B. ein Foto.
Die systemische Unterscheidung von Texten und Bildern und die damit einhergehende scharfe Darstellung des Textes, hat den großen Vorteil, dass auch kleine Schriftgrößen gestochen scharf abgebildet werden können. Auch dünne Linien bleiben gut lesbar und weisen weder Unschärfe noch Ausfransen auf.
03 digital gedrucktes Fotobuch
04 Echtfotobuch
Leserstimmen
„Die gedruckten Bücher haben halt den Vorteil, dass man viel mehr Seiten bestellen kann und da ich häufig sehr „umfangreiche“ Fotobücher erstelle, sind es eben auch häufiger gedruckte. Die Echtfotobücher haben aber schon eine deutlich bessere Qualität.“
Anne Derksen
„Seitdem ich vor einiger Zeit mein erstes belichtetes Fotobuch bestellt hatte, sind die gedruckten Bücher für mich abgeschrieben. Die Mehrkosten sind die Echtfotobücher defintiv wert. Vor allem die flach anliegenden Seiten sind top. […]“
Isabelle Unger
Digitaldruck oder Echtfotobuch: Wofür eignet sich welches Fotobuch?
Wie weiter oben erklärt, stammt das Entwicklungsverfahren für Fotobücher ursprünglich aus der analogen Fotografie. Deshalb ist es nicht überraschend, dass Echtfotobücher immer dann die beste Wahl sind, wenn Fotos möglichst hochwertig und detailgetreu präsentiert werden sollen. Aufgrund ihres höheren Preises eignen sich Echtfotobücher vor allem für besondere Anlässe, wie z.B. Hochzeiten, hochwertige Geschenke oder Portfolios.
Wer allerdings viel Wert auf Gestaltungsfreiheit legt oder Fotobücher mit einem hohen Textanteil hat, sollte eher auf digital gedruckte Fotobücher zurückgreifen. Dank der größeren Format- und Papierauswahl, der variablen Bindungsarten und der Möglichkeit, viele Seiten kostengünstig umzusetzen, sind sie ideal für umfangreiche Projekte wie z.B. Urlaubsberichte, Jahresrückblicke oder Familienchroniken.
Der Fotovergleich
Wie weiter oben erklärt, stammt das Entwicklungsverfahren für Fotobücher ursprünglich aus der analogen Fotografie. Deshalb ist es nicht überraschend, dass Echtfotobücher immer dann die beste Wahl sind, wenn Fotos möglichst hochwertig und detailgetreu präsentiert werden sollen. Aufgrund ihres höheren Preises eignen sich Echtfotobücher vor allem für besondere Anlässe, wie z.B. Hochzeiten, hochwertige Geschenke oder Portfolios.
Wer allerdings viel Wert auf Gestaltungsfreiheit legt oder Fotobücher mit einem hohen Textanteil hat, sollte eher auf digital gedruckte Fotobücher zurückgreifen. Dank der größeren Format- und Papierauswahl, der variablen Bindungsarten und der Möglichkeit, viele Seiten kostengünstig umzusetzen, sind sie ideal für umfangreiche Projekte wie z.B. Urlaubsberichte, Jahresrückblicke oder Familienchroniken.
05 Echtfotobuch
06 digital gedrucktes Fotobuch
07 direkter Vergleich
Kriterium | Echtfotobuch | digital gedrucktes Fotobuch |
|---|---|---|
Bildqualität | Sehr hoch, brillante und | Gut, aber weniger brillant |
Seitenzahl | Bis ca. 100 Seiten | Bis zu 250 Seiten |
Bindung | Layflat Bindung, | Verschiedene Bindungen möglich |
Papierstärke | Dickes Fotopapier | Verschiedene Papiere |
Textdarstellung | Leicht unscharf, | Sehr scharf, |
Preis | Höher | Niedriger |
Unser Fazit zu Echtfotobuch versus Digitaldruck
Wie so oft, gibt es auch hier kein richtig oder falsch, die Wahl liegt ganz bei euch und hängt nicht nur von dem zu präsentierenden Inhalt, sondern auch von eurem Geschmack ab.
Wird ein hoher Wert auf maximale Bildqualität, kräftige Farben und hochwertige Haptik gelegt, ist das Echtfotobuch die bessere Wahl. Jedoch ist hier auch mit einem höheren Preis zu rechnen.
Soll das Fotobuch jedoch viele Seiten und viel Text haben so ist ein digital gedrucktes Fotobuch die bessere und kostengünstigere Wahl.
Beide Varianten haben ihre Stärken und Schwächen und am Ende sollte man das Fotobuch wählen, was besser zu seinem Projekt passt.













