Das haben wir getestet
Produkt: Fotobuch Hardcover „Linum“
Maße: 20,2×28,4 cm
Druckverfahren: Digitaldruck
Bindung: Fadenbindung
Seitenanzahl: 24 Seiten
Preis o.V.: 33,95€
Extras: wattierter Umschlag (2,00€)
Das Fotobuch von Pixelspeed: Erfahrungen und Testergebnis
Pixelspeed war für uns schon immer ein Geheimtipp für Fotobücher im Digitaldruckverfahren. Der präzise Druck, die ausgezeichnete Farbtreue in Kombination mit der sehr wertigen Fadenbindung können begeistern – und das zu relativ günstigen Preisen. Überrascht hat uns zudem der sehr persönliche und freundliche Kundenservice bei dem Herforder Unternehmen.
Das Unternehmen stellt seit dem 31. Mai 2013 keine Fotobücher mehr her.
Bindung und Druckqualität bei Pixelspeed
Pixelspeed bietet ein sehr gutes Gesamtpaket aus einer sehr wertigen Fadebindung, welche die einzelnen Buchseiten sehr schön flach anliegen lässt und für eine geringe Wölbung im Falz sorgt und ein sehr guten Druckleistungen in Bezug auf Farbtreue und Schärfe der Darstellung. Das Herforder Unternehmen bietet eine Fotoqualität im Druck, die sehr nah an der originalen Vorlage ist, was im Digitaldruck längst keine Selbstverständlichkeit ist, wie unser Vergleich zur Farbtreue im Pixelnet Testbuch zeigt. Sehr schön scharf ist bei Pixelspeed auch die Kantenzeichnung im Druck beispielsweise bei der Schrift. Insgesamt gehört der Druck und die Bindung bei dem Testfotobuch zu den besten Qualitäten im Testlauf 08/2012.
Die Farbtreue von Pixelspeed
Links seht ihr das Fotobuch von PixelNet mit einem deutlichen Rotstich – die Hauttöne wirken unnatürlich, und selbst die eigentlich olivgrüne Jacke der jungen Frau am Gulfoss-Wasserfall auf Island erscheint rötlich verfälscht. Rechts daneben befindet sich das Ergebnis von Pixelspeed mit einer sehr natürlichen Farbwiedergabe, insbesondere bei den Hauttönen. Das Originalbild wurde daneben platziert und zeigt, wie deutlich die Abweichungen bei PixelNet ausfallen. Solche Farbverfälschungen mit starker Tendenz ins rote Farbspektrum traten in unserem Test auch bei anderen Anbietern wie CEWE auf.
01 links das Vergleichsfoto von Pixelnet (Test 2012)
rechts das gedruckte Foto im Pixelspeed Fotobuch
02 Original
Die Gestaltungssoftware
Wenn es bei der Marke etwas zu kritisieren gibt, dann ist es das kostenlose Gestaltungstool, das der Anbieter seinen Kunden stellt. Bei der Software gibt es einige Defizite, wie eine mangelhafte Unterstützung durch Hilfslinien beim Platzieren von Fotos und Texten auf einer Ebene. Während viele Designer sofort rote Hilfslinien einblenden, wenn Fotos und Text zueinander ausgerichtet sind, ist bei der Software aus dem Hause des Herforder Herstellers außer durch kaum erkennbare rote Markierungen am Rand kaum auszumachen, wann Fotos zueinander ausgerichtet sind. Das ist klar verbesserungswürdig. Sonst bietet das Tool alle Facetten einer modernen Fotobuchsoftware und lässt viele Freiraum zur Entfaltung der eigenen Kreativität.
Lieferung und Preis-Leistung
Der Service ist hervorragend: Bei der Marke sitzt ein Experte am anderen Ende der Leitung, der professionell bei Problemen mit der Software und anderen Fragen unterstützt: Schnell, unproblematisch und äußerst freundlich. Dieser sehr gute Service ohne kostenpflichtige Hotlinenummer ist selten und die beste Service- und Supportleistung im Testlauf. Preislich bewegt sicht Pixelspeed im unteren Mittelfeld und erzielt auch in dieser Kategorie die Bestnote „sehr gut“.
Im Folgenden erklären wir anhand eines kleinen Tutorials die Fotobuchsoftware von Pixelspeed in einzelnen kleinen Steps.
Gleich als Tipp vorweg: Wählt sorgfältig die Fotos aus, die in dem Buch verarbeitet werden sollen, und ladet keine ganzen Ordner mit mehreren hundert Bildern in die Software, da es dadurch zu extrem langen Ladezeiten kommen kann. Zudem wird das Platzieren des jeweils gewünschten Fotos auf den Seiten dadurch erheblich erschwert, da es erst in einer sehr großen Liste von Fotos wieder gefunden werden muss.
Das Cover
Die Vorderseite des Fotoalbums ist rechts, die Rückseite gestalten sie auf der linken Seite im Layouterprogramm. Das Cover kann mit einem großen Hintergrundbild und natürlich vielen weiteren Fotos sowie auch Text gestaltet werden. Achtet jedoch darauf, das Cover nicht mit Fotos und Texten zu überfrachten.
Texte und Schriftarten
Links findet ihr in der Box das Symbol „T“ für Text. Mit Klick auf dieses Symbol könnt ihr eine neue Textbox auf den Inhaltsseiten platzieren. Wenn ihr auf diese Textbox auf den Buchseiten klickt, öffnet sich rechts das Textfenster, wo ihr den gewünschten Text eingeben könnt, sowie definieren, welche Schriftgrößen und Schriftarten zum Einsatz kommen sollen. Auch Kursivstellungen oder die Optionen „Fett“ und „Unterstrich“ können dort beispielsweise gewählt werden. Pixelspeed bietet eine sehr große Auswahl an Schriftarten – probiert einfach die Wirkung verschiedener Schrifttypen aus, bis die passende für euch gefunden ist.
Doppelseitige Hintergrundbilder
Zieht einfach das Foto, das ihr als Hintergrundbild auf einer Doppelseite darstellen wollt, in eine leere Doppelseite.
Ihr könnt die Deckkraft eines Hintergrundbildes reduzieren, um beispielsweise weitere kleine Fotos auf den Seiten besser zur Geltung kommen zu lassen oder auch Texte, indem ihr mit einem Rechtsklick mit der Maus auf dem Hintergrundbild die Option „Hintergrund bearbeiten“ ansteuert. Die Deckkraft des Hintergrundbildes könnt ihr von 100% bis zu 0% (unsichtbar) herunterregeln.
Schatteneffekte und Rahmen
Um einen Rahmen oder Schatteneffekt setzen zu können, klickt einfach mit der rechten Maustaste auf das Foto und wählt in dem sich nun öffnenden Menü die Option „Rahmen bearbeiten“…
In diesem Menü könnt ihr sowohl Rahmen setzen und die Stärke sowie Farben definieren, als auch Schatteneffekte einsetzen, die sich sehr gut dazu eignen, Fotos von einem in der Deckkraft reduzierten Hintergrundbild sehr schön abzusetzen. Es können Schatteneffekte sowohl als Außenschatten wie auch Innenschatten gesetzt werden. Wir raten dazu, Außenschatten einzusetzen.
Das Lineal als Positionierungshilfen
Es ist möglich, die Fotobuch Seiten im Layouter Programm mit einem „Lineal“ zu umgeben, um das Ausrichten von Texten und Fotos zueinander erheblich zu erleichtern. Da bei dieser Fotobuchsoftware nicht automatisch Hilfslinien aufpoppen, sobald Bilder zueinander ausgerichtet sind, ist dieses Tool bei Pixelspeed hilfreich. Mit einem dünnen roten Strich wird die Position eines Bildes oder Textblocks auf dem Lineal sichtbar. Das Lineal kann in der oberen Navigation unter dem Reiter „Ansicht“ mit einem Häkchen aktiviert werden.
Viele andere Software Tools wie die von albelli, Saal oder auch CEWE bieten automatisiert Hilfslinien – das Fehlen dieser deutlich sichtbaren Hilfslinien beim Positionieren der Fotos und Texte führte zu Abstrichen in der Software Wertung in unserem Test 2012. Auch bei dem umständlichen Lineal muss man schon genau hinsehen, wo sich das Bild in der Höhe befindet, um sich diesen Wert dann zu merken und ein weiteres Foto danach auszurichten: Das ist kompliziert und geht besser.
Die Hilfslinien sind kaum zu erkennen und könnten dicker sein:
Pro und Kontra zum Pixelspeed Fotobuch
- Hochwertige Fadenbindung mit flach anliegenden Seiten – ideal für Panoramafotos
- Sehr klarer, präziser Druck mit scharfer Textdarstellung
- Hervorragende Farbtreue – auch bei Hauttönen sehr nah am Original
- Persönlicher, schneller Kundenservice ohne teure Hotline
- Kein störender Logoaufdruck auf Buchrücken oder Einband
- Weniger übersichtliche Software als bei anderen Anbietern
- Fehlende automatische Hilfslinien, rote Markierungen schlecht sichtbar
Fazit zu unseren Erfahrungen mit Pixelspeed
Pixelspeed zeichnet vor allem eine sehr hohe Farbtreue und ein präziser Druck aus: Besonders bei Hauttönen zeigt sich diese Farbtreue im Vergleich zu anderen Anbietern im Digitaldruck Test 08 / 2012. Die wertige Fadenbindung lässt die Seiten sehr schön flach anliegen. Die Software ist gut, uns fehlten aber automatische Hilfslinien als Positionierungshilfen. Insgesamt aber eines der besten Gesamtpakete in unserem Fotobuch Testlauf 2012.
