Bildbearbeitungsprogramme im Test

Auch für die Gestaltung eines Fotobuchs ist die Bildbearbeitung ein nicht unentscheidender Faktor. Auch wenn viele Gestaltungsprogramme der Fotobuchanbieter heute bereits integrierte Bildbearbeitungssoftware bieten, setzt diese – besonders bei erfahreneren Nutzern – schnell Grenzen. Das Fotobuch-Magazin wagt einen Blick über den Tellerrand, stellt euch die Testergebnisse zur Bildbearbeitungssoftware bei netzsieger.de zusammengefasst vor und zeigt Möglichkeiten auf, wie Bildbearbeitungsprogramme mehr aus den Fotos für eure Fotobücher herausholen können und was zu beachten ist.

Bildbearbeitungsprogramme haben heute unendlich viele Features und Möglichkeiten, mehr aus seinen Fotos herauszuholen, kleine Schönheitskorrekturen vorzunehmen oder Effekte wirken zu lassen. Für Fotobücher bieten sich neben der generellen Bildoptimierung viele Optionen an, die Fotos für das spätere Buch aufzuwerten, beispielsweise durch freigestellte Bildelemente und vieles mehr.

Bildbearbeitungsprogramme im Test bei netzsieger.de

Ein eigener Test der Bildbearbeitungsprogramme am Markt wird vom Fotobuchmagazin nicht durchgeführt, doch ein kurzer Blick ins Netz offenbart eine Vielzahl von tiefgehenden Tests der zahlreichen Programme auf dem Markt. Auf der Webseite netzsieger.de wurden beispielsweise 12 Anbieter von Bildbearbeitungsprogrammen auf Herz und Nieren getestet. Den ausführlichen Test mit allen Wertungstabellen zum Thema Bildbearbeitungssoftware gibt es online. Im Test hatten mit den Anbietern Corel und Adobe auch zwei Platzhirsche am Himmel der Bildbearbeitung die Nase vorn. Das gesamte Ranking der Bildbearbeitungssoftware im Test wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten…

Bildbearbeitungssoftware Testergebnisse:

  • 1. Platz: CorelDRAW Graphics Suite / 4,75 von 5 Punkten
  • 2. Platz: Adobe Photoshop Elements / 4,71 von 5 Punkten
  • 3. Platz: ACDSee Pro / 4,4 von 5 Punkten
  • 4. Platz: PhotoDirector Ultra / 4,25 von 5 Punkten
  • 5. Platz: Zoner Photo Studio / 4,23 von 5 Punkten
  • 6. Platz: Pixelmator / 4,21 von 5 Punkten
  • 7. Platz: Serif PhotoPlus / 4.20 von 5 Punkten
  • 8. Platz: Corel PaintShop Pro Ultimate / 4,15 von 5 Punkten / 4,15 von 5 Punkten
  • 9. Platz: DxO OpticsPro / 4,10 von 5 Punkten / 4,15 von 5 Punkten
  • 10. Platz: MAGIX Foto Premium / 3,95 von 5 Punkten
  • 11. Platz: ArcSoft PhotoStudio / 3,85 von 5 Punkten
  • 12. Platz: Avanquest Photo Explosion Deluxe / 3,80 von 5 Punkten

Die Schwerpunkte beim Test der Bildbearbeitungsprogramme bei netzsieger.de lagen in den Kategorien Funktionen, Leistung, Bedienung sowie Hilfe & Support. Maximal waren in jeder Kategorie 5 Punkte möglich. Aus den Gesamtpunkten der einzelnen Kategorien wurde dann die Gesamtpunktezahl für die jeweilige Software zur Bildbearbeitung ermittelt.

Objekte mit einer Bildbearbeitungssoftware freistellen

Kurztipps Bildbearbeitung

  • Achtet darauf, die automatische Bildoptimierung in der Fotobuch-Software selbst zu deaktivieren, da diese sonst die bereits bearbeiteten Fotos wieder verändert. Grundsätzlich geben wir den Tipp, auf die automatische Bildoptimierung der Fotobuchanbieter selbst zu verzichten, da diese dazu neigt, Farben wesentlich intensiver darzustellen, als diese im Original sind. Nicht selten findet in der Fotobuchsoftware eine „Verschlimmbesserung“ statt.
  • Digitales Scrapbooking: Um im Fotobuch beispielsweise Konzerttickets zu verwenden, könnt Ihr die Erinnerungsstücke einfach einscannen und mit einem Bildbearbeitungsprogramm beispielsweise besonders schöne und individuelle Cover und Buchseiten gestalten. Achtet bei dem Einscannen darauf, mindestens 300 dpi Auflösung für einen optimalen Druck einzuhalten.
  • Einige Bildbearbeitungsprogramme wie Adobe Photoshop bieten die Möglichkeit, das Programm um Fotobuch-Plugins zu erweitern und so gleich das ganze Fotobuch mit dem Programm zu erstellen und als PDF an einen Fotobuchanbieter zu senden.

Covergestaltung mit Scrapbooking und Bildbearbeitung im Test

Einen eigenen Fotobuch Hintergrund für das Fotobuch gestalten

Für ein besonders individuelles Cover für eure Fotobücher ist es, wie bereits erwähnt, möglich, einzelne Elemente zu scannen. Statt dem Einkleben, wie in einem klassischen Fotoalbum (Scrapbooking), nutzt man das digitale Scrapbooking und scannt die gewünschten Elemente ein.

In unserem Beispiel unten wird aus dem Geschenkpapier der Hintergrund und aus dem Holzfisch ein schönes Gestaltungselement, um ein sehr persönliches Cover zu gestalten, ohne die vielfach verwendeten Designelemente der Anbieter nutzen zu müssen. Das Cover kann schließlich als Foto auf die erste Seite des Fotobuchs platziert werden.

Wichtig ist es beim Scannen von Elementen, Konzerttickets oder auch alten Fotos, darauf zu achten, mit mindestens 300 dpi Auflösung zu agieren – besser noch höher, denn die Fotobuchanbieter drucken mit einer Auflösung von 300 dpi euer Fotobuch. Ladet ihr Fotos mit weniger Auflösung in die Software, wird das Druckergebnis enttäuschend sein.

Wenn ihr die eingescannten Elemente, wie in diesem Fall, zur Covergestaltung nutzen wollt, solltet ihr unbedingt eine höhere Auflösung wählen, da die einzelnen Fotos durch den Einsatz in einem weiteren Foto (Cover) weiter komprimiert werden und die Qualität durch die weitere Komprimierung im späteren Druck darunter leiden kann.

Bildbearbeitungssoftware im Test

Kostenlose Bildbearbeitungsprogramme im Test

Bildbearbeitungsprogramme im Test

Auch wenn kostenlose Programme zur Bildbearbeitung wie beispielsweise GIMP selten einem Test unterzogen werden (getreu dem Motto: Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul), bieten auch diese Programme heute sehr umfangreiche und ausgereifte Möglichkeiten zur Bildbearbeitung und sind ein sinnvoller Einstieg.

Mit GIMP lassen sich beispielsweise spielend leicht rote Augen entfernen, Fotos einfärben, Effekte anwenden oder auch, wie im Beispiel oben gezeigt, Flecken durch verunreinigte Linsen wegstempeln und verwackelte Bilder retten (Beispiel unten).

Die kostenlosen Programme bieten vor allem Neueinsteigern eine Möglichkeit, die Welt der Bildbearbeitung kennenzulernen, bevor man später eventuell auf ein kostenpflichtiges Programm mit mehr Funktionalitäten wechselt. Das kostenlose Programm GIMP kann beispielsweise bei CHIP.de sicher heruntergeladen werden.

Mit GIMP ein verwackeltes Bild retten
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