Einen Fotobuch Bildband erstellen

Sobald man sich entschlossen hat, das Projekt Fotobuch anzugehen und einen Bildband zu erstellen, möchte man natürlich am liebsten gleich richtig durchstarten. Mit den zumeist benutzerfreundlichen Gestaltungsprogrammen der Fotobuchdruckereien geht dies auch recht simpel. Die Fotos können einfach der Reihe nach aus dem eigenen Bilderordner in das Layout gezogen und so Seite für Seite gefüllt werden. Aber kommt dann am Ende wirklich das dabei heraus, was man möchte? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Aufbau einer Geschichte zu gestalten. Was für eine Geschichte möchtet ihr im Fotobuch erzählen? Möchtet ihr ein Fotobuch zur eigenen Lebensgeschichte gestalten? Ein Fotobuch zum letzten Urlaub? Ihr braucht vorab auf alle Fälle einen konkreten Plan für eure Fotobuch Geschichte.

Hinter jedem gelungenen Projekt steckt ein gutes Konzept. Bevor die Bauarbeiten an einem Haus beginnen gibt es eine detaillierte Planung, bevor die Dreharbeiten zu einem Film beginnen gibt es ein Drehbuch und bevor mit der Fotobuchgestaltung begonnen wird, muss man sich einige grundlegende Gedanken machen, damit eine klare Linie eingehalten und ein ansprechendes, wirkungsvolles Buch entworfen werden kann. Quasi ein Drehbuch fürs Fotobuch. Die folgenden Punkte zeigen den Aufbau eines Drehbuches anhand einiger Praxisbeispiele.

Ein Drehbuch für die Fotobuch-Geschichte festlegen

Bildband erstellen: Ein Fotobuch, eine Geschichte

Auch wenn das Fotobuch, wie der Name schon sagt, in der Regel von Fotos dominiert wird, so erzählt man doch eine Geschichte mit den verwendeten Bildern bzw. verfolgt einen bestimmten Zweck. Und in fast allen Fällen kann man aus den vorhandenen Bildern ganz unterschiedliche Bücher entwickeln.

Dies lässt sich anhand von Reisebildern gut verdeutlichen. Mit den Bildern eines einzigen Indien-Urlaubs können völlig verschiedene Varianten gestaltet werden. Einige Beispiele:

Titel I: Unsere Indienreise

Ein einfaches Reisebuch, das die vielen Schönheiten und Traditionen, aber auch die starke Verschmutzung und Armut zeigt und so den Eindruck des Reisenden vom Land wiedergibt.

Titel II: Reisebericht Indien 2012

Etwas aufwendiger; eine Reisedokumentation mit beschreibenden Texten zu den wichtigsten Stationen und Sehenswürdigkeiten. In der Regel sind diese Bücher genauso ehrlich wie ein Reisebuch. Es gibt alle Schönheiten, aber auch Probleme des Landes wieder, und zusätzlich wird regelmäßig, z. B. zu Beginn eines neuen Kapitels, ein beschreibender Text eingefügt + ggf. Bildunterschriften.

Titel III: Farbenprächtiges Indien

Ein Bildband, bei dem die farbenfrohen Sarees der Frauen, bunte und außergewöhnliche Gewürze, sattgrüne Reisfelder mit lächelnden Bauern, fröhliche Kinder, prächtige Tempel und das glitzernde Meer gezeigt werden. Ein Buch wie ein Werbeprospekt, in dem Fotos von verschmutzten Straßen, bettelnden Menschen und lästigen Händlern keinen Platz haben.

Titel IV: Kochen nach indischen Originalrezepten

Auch in einem Kochbuch würde man eher auf unappetitliche Bilder verzichten. Hier würden die Rezepte und vielleicht Bilder von Gewürzen, Marktständen und Garküchen im Vordergrund stehen.

Die Anordnung entscheidet über die Fotobuch Geschichte

Wie diese Bilder angeordnet werden, hängt nun natürlich vom individuellen Geschmack ab, aber auch davon, was mit dem Buch bezweckt werden soll. Anhand dieses Beispiels wird recht deutlich, welche Auswirkung das „Drehbuch“ auf Überlegungen zu einzelnen Seiten hat.

a) Möchte man z. B. ein Buch gestalten, bei dem die Fotos wirken und mit schmückendem Text einfach eine schöne Erinnerung für jemanden sein sollen…

Fotobuch Bildband erstellen: Mit einer Fotostory eine Geschichte im Fotobuch erzählen

b) …oder soll es ein Buch werden, das auch späteren Generationen Aufschluss gibt?

Mit einer Fotostory eine Lebengeschichte im Fotobuch erzählen

Gestaltungsmöglichkeiten zum Fotobuch-Bildband Erstellen mit wenig Text

Analoge Fotos archivieren und nutzen Geschichte im Fotobuch erzählen Ein Fotobuch erzählt eine Geschichte

Bei Letzterem bekommt auch die auf den ersten Blick recht langweilig wirkende Straße ganz links auf dem Bild eine ganz andere Bedeutung. So kann man den Enkelkindern gut verdeutlichen, dass die heute geteerte und recht stark befahrene Straße damals eine richtige Huckelpiste war und alle Grundstücke wegen des Viehs von einer hohen Mauer umgeben waren.

Natürlich soll ein Buch abwechslungsreich gestaltet sein, und so kann man auch teilweise reine Bildseiten und Seiten mit Text abwechseln. Wichtig ist dann, dass sich ein harmonisches Gesamtbild für den Betrachter ergibt. So ein professioneller Gesamteindruck entsteht zum Großteil durch Kontinuität in der Gestaltung.

Man muss also das Ziel im Auge behalten. Wenn ein erklärendes Buch erstellt wird (Bild b), bei dem der Betrachter mehr Hintergründe zu den Bildern erfahren soll, so sollte man während der Gestaltung darauf achten, dass sich für den Leser eine durchgängige Geschichte ergibt, die keine Fragen offenlässt, möglichst von allen wichtigen Personen ein Bild auftaucht und auch möglichst alle beschrieben sind.

Gleiches gilt aber auch für reine Bildbände ohne Text. Wenn auf der linken Seite das Taj Mahal abgebildet ist und auf der folgenden Seite ein Bild vom Strand in Goa, dann fehlt der Zusammenhang. Lieber sollte zwischendurch noch ein Bild von der Zugfahrt oder vom Flug nach Goa eingefügt werden, sodass der „Leser“ gleich sieht, dass die Reise nach dem Besuch des Taj Mahals nach Goa fortgesetzt wurde. Erst dann ist die Geschichte vollständig.

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