Echtfotobuch versus Digitaldruck


Echtfotobuch oder Druck: Eine Gegenüberstellung

Echtfotobuch versus Digitaldruck

Echtfotobuch versus Digitaldruck

Von unseren Redakteuren Sven Betting und Florian Grund

Echtfotobuch versus Digitaldruck: Noch ist vielen Kunden der Fotobuch Produzenten nicht wirklich bewusst, dass es diesen Unterschied überhaupt gibt. Anlass für diesen Artikel sind Kommentare unserer eigenen Leser zu diversen Herstellern auf dieser Seite. Kritisiert wird häufig der höhere Preis bei Echtfotobuch Anbietern.

Wie Äpfel und Birnen

Auch bei Anbietern, die ausschließlich ausbelichtete Fotobücher auf Fotopapier anbieten, wird da immer wieder von Druck in den Kommentaren gesprochen und dann auch der hohe Preis kritisiert. Doch ein Echtfotobuch und Digitaldruck ist wie ein Vergleich von Äpfel und Birnen! Es kommen zwei völlig verschiedene Produktionsweisen zum Einsatz.

 

Im Folgenden erklären wir diese zwei Varianten der Produktion und warum ein sogenanntes Echtfotobuch bei Anbietern wie Cinebook, nphoto oder auch Saal über dem Preis vieler anderer Anbieter liegen.

 

Der Fotovergleich:

Hier sehen Sie die exakt gleichen Fotos in unseren CEWE Fotobüchern aus dem Testlauf 08 / 2012 zum einen in unserem Echtfotobuch, zum anderen im Digitaldruck, in einer Nahaufnahme. Bei der Digitaldruckvariante sind die Druckraster erkennbar.

 

Echtfotobuch belichtet auf Fotopapier

 

Echtfotobuch belichtet auf Fotopapier

Makroaufnahme: Echtfotobuch belichtet auf Fotopapier

Gedrucktes Fotobuch

 

Gedrucktes Fotobuch

Makroaufnahme: Das Foto in einem gedruckten Fotobuch

Direkter Vergleich

 

Echtfotobuch und Druck im Vergleich

Echtfotobuch und Druck im direkten Vergleich. Die jeweiligen Makroaufnahmen sind rot markiert.

 

Saal Banner – Anzeige – | Anzeigen stellen keine Empfehlung der Redaktion dar

 


 

Zusammengefasst: Das Echtfotobuch – auf Fotopapier ausbelichtete Fotos

 

  • Das Buch mit echten Fotos wird natürlich nicht gedruckt, sondern Seiten aus Fotopapier mit ausbelichteten Fotos werden gebunden.
  • Echtfotobücher mit Leporellobindung verfügen über plananliegende Seiten ohne eine Wölbung im Falz.
  • Qualitativ ist der Digitaldruck noch nicht in der Lage, mit dem Echtfotobuch zu konkurrieren.
  • Relativ dicke und griffige Seiten – daher bei einigen Anbietern erheblich weniger Seiten in einem Buch möglich, als bei der Digitaldruck Variante.
  • Deutlich bessere Farbwiedergabe als beim Rasterdruckverfahren des Digitaldrucks durch wirkliche Ausbelichtung der Fotos.
  • Schrift wirkt bei Echtfototbüchern etwas unschärfer, daher sollte generell auf größere Schrift geachtet werden, um ein gutes Ergebnis erzielen zu können. Beispielsweise Arial mit 28 Pkt. in der Überschrift und 14 Pkt. bei fließendem Text.

 

Echtfotobuch – Detailbilder

 
Echtfotobuch Beispiel 1Echtfotobuch Beispiel 2Echtfotobuch Beispiel 3


 

Zusammengefasst: Das gedruckte Fotobuch

 

  • Günstiger in der Produktion als Ausbelichtung – daher auch der wesentlich günstigere Endkundenpreis.
  • Zumeist weisen diese Fotobücher eine Klebebindung auf mit klassischer Wölbung im Falz.
  • Sichtbare Druckraster bei genauer Betrachtung auf den Seiten, da der Digitaldruck auf Rasterdruck basiert, dies führt auch zu den Farbproblemen im Digitaldruck, da bei diesem Druckverfahren die Farbpunkte übereinandergelegt werden, um die ganze Farbpalette abbilden zu können. Der Darstellung von Farben sind dadurch aber auch deutlich sichtbar Grenzen auferlegt.
  • Präziser als bei Ausbelichtung der Fotos ist im Digitaldruck hingegen die Darstellung von Schrift auf den Seiten der Bücher.
  • Qualitativ insgesamt als weniger hochwertig einzustufen als die Fotobelichtung.

 

Gedrucktes Fotobuch – Detailbilder

 
Druck Beispiel 1Druck Beispiel 2Druck Beispiel 3


 

Pro und Contra Tabelle

 

Variante Papier Seitenzahlen Schrift Bildqualität
Belichtung Dickes & griffiges Fotopapier Durch die Dicke des Papiers meist weniger Seiten im Buch möglich als im Digitaldruck. Wird leicht unschärfer dargestellt als im Druck – auf größere Schrift achten! Erheblich besser als beim Digitaldruck durch Ausbelichtung der Fotos.
Druck Dünnere Papiere Im Umkehrschluss bietet der Digitaldruck bei vielen Anbietern die Möglichkeit, mehr Seiten in einem Buch anlegen zu können, als beim Echtfotobuch. Im Digitaldruck präziser und schärfer dargestellt als beim ausbelichteten Album. Bedingt durch das Rasterdruckverfahren wesentlich unpräziser in der Farbwiedergabe. Druckraster bei genauerem Betrachten sichtbar.

 


 

Fazit: Echtfotobuch versus Digitaldruck

Von unserem Chefredakteur Sven Betting

Es ist sicher festzuhalten, dass der Digitaldruck noch meilenweit von der Qualität der Ausbelichtung bei einem Echtfotobuch entfernt ist, auch wenn sich die Branche der Digitaldrucker ständig damit rühmt, bis zum qualitativen Anschluss an die Belichtung sei es beim Rasterdruck nicht mehr weit. Tatsache ist, dass Druckraster immer noch bei vielen Anbietern störend auffallen.

Zu Attestieren ist, dass der Druck in den letzten Jahren erheblich an Qualität hinzugewonnen hat, die Produktionstechnik erheblich verfeinert worden ist und auch heute aus einer HP Indigo ein vernünftiges Fotoalbum herauszuholen ist, dennoch ist der höhere Preis bei den so genannten Echtfotobüchern immer noch meher als gerechtfertigt und die Qualität unerreicht.

Echtfotobuch oder Digitaldruck

Echtfotobuch oder Digitaldruck: Leporellobindung beim Echtfotobnuch (außen) und normale Klebebindung beim gedruckten Fotobuch (innen).

Pro Echtfotobuch / Pro Digitaldruck

Für das Echtfotoalbum sprechen die wesentlich bessere Qualität durch eine sehr gute Farbtreue zu den eingelieferten Fotos, die wesentlich bessere Farbdarstellung im Ganzen. Schwierigkeiten macht bedingt durch die Ausbelichtung etwas die Schrift. Dies lässt sich aber durch die Wahl ausreichend großer Schriftarten schnell lösen. Beim Druckverfahren ist das wesentlich günstigere Produktionsverfahren und daher für viele Endkonsumenten auch die erste Wahl.

Um allen Missverständnissen aus dem Weg zu gehen: Der Digitaldruck ist nicht schlecht und liefert ebenfalls hervorragende Ergebnisse, nur kann das Rasterdruckverfahren im direkten Vergleich mit dem Echtfotobuch nicht wirklich konkurrieren. Vorteile des Digitaldruck liegen daher neben dem erheblich günstigeren Preis in der relativ scharfen Darstellung der Schrift – natürlich auch hier nicht in der Präzision eines Offsetdrucks, aber erheblich besser, als bei der Ausbelichtung auf echtes Fotopapier. Vorteil des Digitaldrucks ist natürlich auch, dass durch die Verwendung wesentlich dünnerer Papiere bei vielen Anbietern von Fotobüchern wesentlich mehr Seiten in einzelne Buchbindung zu bekommen sind.

 

Tipps zu Echtfotobuch Anbietern

Neben dem Werbepartner Saal Digital (siehe Anzeige oben) haben sich in Deutschland einige weitere Anbieter und Marken ausschließlich auf die Produktion von Echtfotobüchern (belichtet auf Fotopapier) spezialisiert. Beispiele für qualitativ hochwertige Anbieter:

Die verlinkten Beispielanbieter offerieren teilweise auch eine besondere Expresslieferung innerhalb von 24 Stunden nach Eingang der Bestellung. Dies ist bei den Echtfotobüchern nur deshalb möglich, da diese dank der Leporellobindung im Gegensatz zu klebegebundenen Fotobücher nicht einige Tage „trocknen“ müssen, um die Stabilität der Bindung zu garantieren.

 

Autor:

18 Kommentare zu “Echtfotobuch versus Digitaldruck
  1. Florian sagt:

    Es ist auch klar eine Geschmacksfrage, ob man nun Echtfotobücher oder gedruckte Fotobücher bevorzugt. Ich kenne auch Fotografen, denen die Fotopapierseiten einfach zu dick sind und die lieber auf die gedruckten Bücher zurückgreifen, weil diese eben auch den klassischen Buchcharakter haben mit dem erwähnten typischen Falz in der Buchmitte. Die Bücher müssen eben im Hinblick auf diesen Falz gestaltet werden und man muss darauf achten, dass man wichtige Bilder nicht über den Falz zieht, damit es nicht zu diesem „Bildverlust“ kommt.

    Ich arbeite da häufig mit großflächigen Hintergrundfotos und die Detailfotos werden so auf den Seiten platziert, dass sie nicht über die Buchmitte reichen. Bei mir ist es so, dass ich zum Echtfotobuch greife, wenn das Buch eher den Charakter eines Bildbandes haben soll – also das klassische Fotobuch wie man es auch im Handel kaufen kann von namhaften Fotografen. Wenn ich Reisefotobücher oder Familienalben gestalte, greife ich in der Regel zur gedruckten Variante.

    Wenn es nur auf die Qualität der Fotos ankommt, gebe ich dem Tenor des Artikels natürlich recht. Die Fotoqualität beim Echtfotobuch ist vom Druck nicht zu toppen!!!

  2. FM* - Das Fotobuch Magazin sagt:

    Hallo Florian,

    danke für dein ausführliches Statement. Du hast recht: Es ist eine Geschmacksfrage!

  3. Andreas sagt:

    Hallo Sven,

    vielen Dank für die sehr ausführliche Gegenüberstellung. Ein Aspekt würde mich noch interessieren: wie haltbar sind die beiden Fotobücher bezüglich der Farb-/ Papierqualität? Sprich: wie sehen die beiden Fotobücher in 50 Jahren aus?

    Von alten Fotos kennt man ja, dass sie mit der Zeit verblassen. Das wird beim Echtfotobuch ähnlich sein. Gibt es hochwertige Papiere für Digitaldruck, die hier besser sind? Das würde dann z.B. bei einem Hochzeitsbuch für Digitaldruck sprechen.

  4. FM* - Das Fotobuch Magazin sagt:

    Hallo Andreas,

    Die Hersteller der Druckmaschinen (HP Indigo u.a.) verweisen auf sehr lange Haltbarkeit („lebenslang“ schreiben einige Hersteller). Beim Fotopapier geben Anbieter wie Fuji oder Kodak mit 100 bis 200 Jahren Haltbarkeit der Echtfotobücher einen sehr konkreten Zeitrahmen an. Abhängig ist die Haltbarkeit natürlich auch von der Lichteinstrahlung, Feuchtigkeit und weiteren Faktoren. Bei einem pfleglichen Umgang mit einem Fotobuch (gedruckt wie belichtet auf Fotopapier) sollte man aber auf jeden Fall eine Erinnerung haben, die man auch später noch „vererben“ kann.

    Eine lebensverlängernde Maßnahme beim Druck könnte die Hochglanzveredelung sein, da diese auch die Farben schützt. Die Grammaturen des Papiers dürften im Hinblick auf Farbqualität natürlich keine Rolle spielen. Welcher Anbieter auf hochwertigere Papiere setzt, die eventuell aufgrund Ihrer Qualität eine längere „farbenfrohe“ Lebensdauer haben, ist mir leider nicht bekannt. Wenn es um die Erhaltung der Farben über viele Jahrzehnte geht, würde ich immer auf ein ausbelichtetes Fotobuch setzen.

    Die Farben entstehen beim Druck im Gegensatz zur Belichtung durch unterschiedlich intensive Farbpunkte der Grundfarben, wie unsere Detailaufnahme oben im Artikel sehr schön zeigt. Das bedeuted, dass die eigentliche Farbe im Auge des Betrachters durch ausreichendem Abstand zum Buch erst entsteht.

  5. moglas sagt:

    Hallo,

    dies ist eine sehr interessante Seite. Welchen Druck man bevorzugt ist auch eine Geldfrage und für welchen Anlass ein Fotobuch erstellt wird.

  6. FM* - Das Fotobuch Magazin sagt:

    Hallo Moglas,

    eine Geldfrage ist es sicherlich, wenn man bedenkt, dass man einen Preisunterschied von mindestens 10 € kalkulieren muss, um ein A4 Hardcover mit 24 Seiten nicht gedruckt, sondern ausbelichtet zu bekommen. Zum Anlass gab es ja schon Äußerungen, die dahingehen, dass ein Echtfotobuch sehr einem Bildband gleicht aufgrund der plan anliegenden Seiten und das gedruckte Buch eher dem klassischen Gedanken eines Buches nahe kommt. Für uns ist es mit diesem Artikel wichtig, die Unterschiede aufzuzeigen, da vielen Menschen nicht bewusst ist, dass es diese zwei verschiedenen Arten überhaupt gibt, wie wir in der Einleitung schon geschrieben haben.

  7. Anne Derksen sagt:

    Die gedruckten Bücher haben halt den Vorteil, dass man viel mehr Seiten bestellen kann und da ich häufig sehr „umfangreiche“ Fotobücher erstelle, sind es eben auch häufiger gedruckte. Die zwei Echtfotobücher, die ich habe, haben aber schon eine deutlich bessere Qualität.

  8. Thomas sagt:

    Wie sieht es denn mit der Haltbarkeit der verschiedenen Varianten aus? Bei der visuellen Darstellung ist der belichtete Ausdruck definitiv das bessere Produkt, allerdings wirken die steifen Seiten zerbrechlich, was die Bindung anbelangt, man meint immer ein leichtes knacken zu hören wenn man die Seiten umblättert. 🙂 Da die Fotoseiten miteinander verklebt sind, lösen sich bei mir (erstellt 2009 aber selten benutzt) schon einzelne Seiten. Produktionsfehler? Einzelfall? Oder typische Nachteile? Die erstellten Druckvarianten davor, zeigen dieses Problem nicht auf.

    Gruß
    Thomas

  9. FM* - Das Fotobuch Magazin sagt:

    Hallo Thomas,

    deine Frage ist sehr interessant. Tatsächlich haben wir uns die Frage noch nicht gestellt, wie es mit der Haltbarkeit der verklebten Seiten selbst aussieht. Grundsätzlich sprechen die Hersteller, wenn sie von der Haltbarkeit sprechen von dem Fotobuch insgesamt – also Leporellobindung wie auch die Farben. Diese wird – wie oben in einem anderen Kommentar erläutert – sogar mit bis zu 200 Jahren „Lebensdauer“ von einigen Herstellern angegeben. Die Leporellobindung selbst ist defintiv erheblich haltbarer als die Klebebindung. Wie es sich allerdings mit den miteinander verklebten einzelnen Fotopapierseiten verhält, ist interessant. Wir haben Echtfotobücher, die nach 8 Jahren noch genausso aussehen, wie am Tag der Bestellung: Es lösen sich keine Seiten ab. Diese werden aber auch sachgerecht gelagert und vor Feuchtigkeit geschützt. kritisch wird es sicher, wenn Feuchtigkeit an die Buchseiten geraten kann und diese sich „vollsaugen“ und wölben. Wir werden deiner Frage mal intensiver nachgehen und diesen Aspekt in unseren zukünftigen Tests berücksichtigen. Vorstellbar wäre, dass man die Seiten Wasserdampf aussetzt und schaut, was bei solchen Extremen nach einer Stunde mit dem Buch passiert.

  10. Andre sagt:

    Belichtung muss ja besser sein als Druck!!!

  11. Isabelle Unger sagt:

    Seitdem ich vor einiger Zeit mein erstes belichtetes Fotobuch bestellt hatte, sind die gedruckten Bücher für mich abgeschrieben. Die Mehrkosten sind die Echtfotobücher defintiv wert. Vor allem die flach anliegenden Seiten sind top: Große Fotos über zwei Seiten wirken in einem solchen Buch einfach viel besser, als in gedruckten Büchern mit der üblichen Verklebung der Seiten. Klar pro Echtfotobuch !!!

  12. Maddin sagt:

    Das Echtfotobuch ist für jeden Fotografen sicherlich das Nonplusultra und für mich auch. Aber in meinem Bekanntenkreis bestellen die meisten die normalen Fotobücher mit Klebebindung, obwohl sie meine Bücher auf Fotopapier kennen. Ich denke, dass für viele diese klassische Sachbuchbindung, wie ja schon öfter erwähnt, einfach dazu gehört. Fotopapierseiten in den Echtfotobüchern sind zudem ja auch eine ganze Ecke dicker, was viele auch net so mögen. Und zuletzt muss man auch ehrlich sagen, dass die Qualität des Drucks ja nicht schlecht ist und vielen auch einfach nicht auffällt, dass die Qualität auch besser sein könnte…

  13. Johannes sagt:

    Die Umfrage zum Echtfotobuch ist insofern nicht repräsentativ, da diese Seite wohl meist von Lesern aufgerufen wird, die sich bereits mit der Thematik beschäftigt haben oder Fotografen sind. Das über 50% angeben, das Echtfotobuch zu bevorzugen ist auch auf diese Tatsache zurückzuführen. Der normale Fotokonsument wird nicht zu einem solchen Anteil auf belichtete Fotobücher zurückgreifen. Diesen Anteil schätze ich auf unter 20% ohne dies fundiert begründen zu können. Damit möchte ich jedoch keinsefalls dem Tenor des Artikels zur Qualität von Belichtung gegenüber Druck widersprechen.

  14. Patrick W. Müller sagt:

    Welche Art des Buches ein Selbst- Designer wählt bleibt sicher die Qual der Wahl. Der einzige Professionelle Ansatz ist in dem Fall doch zu unterscheiden:

    Welchen Inhalt hat das Buch ?

    – Reines Bildband ohne Vektorgrafiken ?
    Dann ganz klares Ja zum Echtfotobuch. In dem Fall kommt die technische Auflösungsbegrenzung von max. 400dpi und die leicht verschwommenen Kontrastübergänge dem Band zugute.

    – Buch bestehend aus Bild und Text ?
    Ganz klares Ja zum gedruckten Fotobuch. Die minimale Rasterung fällt dem Käufer ohne eine Lupe nicht auf und auch die Brillianz der Bilder ist schnell hergeholt. Da die Bilder in einem Druckband in CMYK geprintet werden, müssen die Farben und die Helligkeitsstufen gemäß des Papieres angepasst werden. Das geht natürlich nur über einen professionellen workflow, kalibrierte Monitore und natürlich über die Wahl des richtigen Farbraumes zur Ausgestaltung.

    Eine Aussage wie die hier getroffene, dass Echtfotobücher prinzipiell immer besser sind, kann ich aus professioneller Sicht einfach nicht stützen. Es kommt ganz auf den Verwendungszweck an. Und natürlich auch auf die Software und das Know-How, mit dieser entsprechend umgehen zu können.

    Gerade bei Büchern mit Text und anspruchsvollen Grafiken ist das Echtfotobuch – um das umgangssprachlich zu sagen – einfach miserabelste aller Wahlmöglichkeiten.

  15. FM* - Das Fotobuch Magazin sagt:

    Hallo Herr Müller,

    es wird im Text natürlich auch betont, dass Schriftdarstellung im Druck erheblich besser ist und bei der Belichtung „schwammig“ wirkt. Von Grafiken jeder Art sollte man in einem Echtfotobuch tatsächlich absehen. Zugegebenermaßen wird bei der Bewertung tatsächlich der reine Bildband in den Fokus gerückt, was sicher an der fotografischen Ausrichtung der Verfasser liegt.

    Zitat:
    „Die minimale Rasterung fällt dem Käufer ohne eine Lupe nicht auf und auch die Brillianz der Bilder ist schnell hergeholt.“

    In diesem Punkt müssen wir wiedersprechen: Die Qualität des Drucks weicht von Anbieter zu Anbieter teils erheblich ab. Dazu müssen wir nur einen Blick auf das gleiche Foto in 10 verschiedenen gedruckten Fotobüchern werfen. Rasterartefakte sind eher die Regel, denn die Ausnahme. Eine Lupe ist beim besten Willen nicht nötig, um die Rasterung zu erkennen, selbst bei sehr hochwertig gedruckten Büchern – dies lässt sich auch gar nicht vermeiden.

    Dass es bei der richtigen Darstellung im Fotobuch der „Mitarbeit“ des Fotografen bedarf, was Papier, Kalibrierung des Monitors, Farbraum angeht u.a. versteht sich von selbst und wird von jedem Fotografen, der das Thema mit Profession angeht, sicherlich auch beherzigt. Viele Echtfotobuch Anbieter unterstützen Ihre Kundschaft dabei auch sehr professionell.

    Es ist sicher wichtig, zwischen dem normalen Konsumenten, der ein Urlaubsfotobuch erstellt und dem Fotografen mit professionellen Ansatz zu unterscheiden. Wir haben sicherlich den Fehler gemacht, in dem Beitrag zu sehr den professionellen Fotografen und dessen Ansprüche bei einem Bildband zu fokussieren.

  16. Martina Kempkes sagt:

    Ich habe schon mehrfach beide Varianten bestellt, da unser Anbieter sowohl gedruckte als auch belichtete Bücher anbietet. Bei einem Fotobuch auf Fotopapier hat man schon das Gefühl, etwas hochwertigeres in der Hand zu haben. Schönere Bilder, allles griffiger durch die stabilen Buchseiten, aber eben nicht passend für jeden Anlass. Wie weiter oben schon beschrieben, lasse ich Fotobücher mit viel Text auch lieber drucken wie so mancher Vorredner, da die Schrift klarer rüberkommt und der klassiche Buchcharakter da oft stimmiger ist. Bei reinen Bildbänden ist auch bei mir das belichtete Fotobuch ganz klar vorne, da die Farben dem Original weitaus näher kommen (vorausgesetzt gutes Farbmanagement und kalibrierter Monitor).

  17. Christoph W. sagt:

    Jede Variante hat ihre Daseinsberechtigung. Ich sehe das so wie einige hier zuvor: Die Fotos entscheiden darüber, welches Fotobuch man wählen sollte. Bei vielen Panoramen ist klar, dass es möglichst plan anliegende Seiten wie bei einem Echtfotobuch sein sollten.

  18. Stephan sagt:

    Hallo, natürlich sieht das Echtfotopapier besser aus: wir haben leider aus Versehen am Anfang diverser Fotobuchgestaltungen A4 Echtfoto genommen, wollten aber Digitalfotos haben. Scheinbar können wir nun das gestaltete Fotobuch nicht mehr „umwandeln“. obwohl das Format dasselbe ist. nach Umwandlung sind alle Fotos mit Warnung versehen, sie seien zu groß
    Ärgerlich. was sollen wir da falsch gemacht haben?
    Ansonsten muss man abwägen, was man haben will und SORGFÄLTIG das layout wählen.Wir sind verärgert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

fünf × drei =