Bildformate: Anwendung in der Praxis


 

Verschiedene Bildformate und die Anwendung in der Praxis

Bei der Wahl des richtigen Bildformats kommt es vor allem auf die Wirkung an, die Sie mit ihrem Bild erzielen möchten. Während früher vor allem das Querformat und Hochformat die heimischen Fotoalben dominierte, kommen heute durch moderne Digitalkameras und Smartphones zunehmend Weitwinkel/Panorama oder quadratische Formate hinzu. Welches Format für welches Bild das Richtige ist, ist oft eine Geschmackssache. Trotzdem gibt es ein paar grobe Anhaltspunkte, die ihnen bei der Wahl des richtigen Formats für ihre Fotos helfen können.

Wichtig ist: Am besten Sie entscheiden sich schon vor der Bearbeitung am PC für das richtige Format. Ein Querformat nachträglich in ein Hochformat oder quadratisches Bild zu wandeln ist zwar relativ einfach, aber die Bildkomposition oftmals nicht so, wie man sie sich eigentlich vorgestellt hat.

 

Bilder im Querformat

Das Querformat, im Englischen auch „landscape“ (engl. für „Landschaft“) ist ein beliebtes Format, welches dem natürlichem Sehen am ehesten entspricht. Es eignet sich besonders für Landschaftsaufnahmen oder für Aufnahmen, die Weite, Ruhe, Stabilität oder Sicherheit vermitteln sollen. Fotos von Gruppen oder Landschaften gehören sicher zu den Klassikern in diesem Format. Portraits können im Querformat durch das ungewöhnliche Format durchaus interessant wirken. Es kommt ganz darauf an, was Sie mit dem Bild aussagen möchten. Computer-Monitore und Fernseher benutzen das Querformat als bevorzugte Darstellung.

Querformat

 

Fotografieren im Hochformat

HochformatIm englischen auch „portrait“ genannt, besitzt das Hochformat Eigenschaften, die sich grundsätzlich vom Querformat unterscheiden.

Während das Querformat eher beruhigend und natürlich wirkt, werden mit dem Hochformat eher Eigenschaften wie Instabilität, Unruhe oder Enge assoziiert. Was zunächst negativ klingt, lässt sich durchaus in etwas Positives wandeln.

Unruhe bedeutet auch Dynamik: Fotos von einzelnen Sportlern, Models oder Bands (Musik) werden zum Beispiel oft im Hochformat geschossen (was zugegebenermaßen auch daran liegt, das diese oftmals alleine zu sehen sind).

Mit Instabilität verbindet man Höhe. Große Gebäude, Menschen, generell Dinge die eher hoch als breit sind. Ideal für Bilder, bei denen man beim Betrachter Größe, Stärke oder Tiefe zum Ausdruck bringen möchte. Das Hochformat ist außerdem das Format der Magazine und der Werbung.[1]

 

Quadratische Bilder

Früher vor allem durch Polaroid-Fotos bekannt, erleben quadratische Bilder durch Instagram und moderne Einrichtungsgegenstände wie z.B. quadratische Leinwände eine Renaissance. Besonders bei Bildern, bei denen der Fokus dem Hauptmotiv zukommen soll, sind die geometrischen Eigenschaften des Quadrats ein ideales Format, das den Betrachter nicht ablenkt.
 
 
Eiffelturm Bildformat
 
Besonders gut eignen sich für quadratische Bilder symmetrische Linien, Architekturbilder, genauso wie Bilder, mit bei denen der Fokus auf einer Farbe oder Form liegen soll.

Probieren Sie es selbst einmal aus Hochformat, Querformat oder doch quadratisch? Am besten sie probieren es selbst aus oder setzen sich zum Ziel, eine gewisse Zeit nur in einem bestimmten Format zu fotografieren. Fotografieren Sie das selbe Motiv sowohl im Querformat wie auch im Hochformat und schauen Sie sich die Ergebnisse an.[2]

Wir wünschen viel Spaß beim Testen.

 
Autor: Karsten Knöfler | Web: online-foto.de

 

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