Kapitel 7: Fotos gestalten – Gekonnt inszenieren – Ausschnitte – Fibonacci Spirale


Mirja HespeVon Mirja Hespe

Die Autorin Mirja Hespe ist professionelle Fotobuchdesignerin und schreibt für FM* – Das Fotobuch Magazin die Tipps zur Fotobuchgestaltung. In 12 Kapiteln zeigen wir Euch, wie man mit einfachen Tipps mehr aus seinen Fotobüchern machen kann.

 


 

Fotos gestalten: Bilder gekonnt inszenieren

Fotos gestalten: Nachdem es im letzten Kapitel eher um das große Ganze und um die Einhaltung genereller Gestaltungsrichtlinien ging, geht es in diesem Kapitel um die Wirkung einzelner Fotos , das gestalten von Fotos und eine gelungene Komposition.

Es gibt Fotobücher, bei denen auf jeder Seite nur ein einziges Foto abgebildet wird. Diese Art der Gestaltung kann z.B. bei spektakulären Landschaftaufnahmen sehr effektvoll sein. In dem Fall wird man sicher beim Fotografieren bereits auf eine harmonische Bildkomposition geachtet haben bzw. nur die absolut gelungensten Fotos für das Buch auswählen. Da der Fokus auf jedem einzelnen Foto liegt, wird man aber wahrscheinlich auch bei der Platzierung der Fotos noch einmal überprüfen, ob die Wirkung durch einen etwas anderen Bildausschnitt noch optimiert werden kann.

Viele Fotobuchgestalter arbeiten allerdings platzsparender und möchten mehr als nur ein Bild pro Seite zeigen. Wahrscheinlich sind bei dem Bildmaterial auch der ein oder andere Schnappschuss, eher willkürlich gemachte Aufnahmen und vielleicht sogar einige unscharfe Fotos dabei, die für eine ganzseitige Platzierung ungeeignet wären. Hier geht es dann umso mehr darum, das vorhandene Bildmaterial richtig in Szene zu setzen. Dies geschieht zum Beispiel durch die Wahl des Ausschnitts, die Größe der Darstellung und eine gelungene Kombination von mehreren Fotos. Sogar die Platzierung (rechts, links, oben, unten) hat einen Effekt auf die Wirkung eines Bildes.

Selbst bei diesen Details gibt es also Einiges zu beachten. Nachfolgend sind 5 Tipps, Anregungen und Hinweise aufgelistet, die helfen sollen, ein Gefühl für die Inszenierung und das Gestalten von Fotos zu bekommen.

 

Fotos gestalten Tipp 1: Bildformat: klassische Formate und besondere Formen

Wie bereits bei den Tipps zur Wahl des Fotobuchformates (unter Punkt 4.1) erläutert, hat das Format einen entscheidenden Einfluss auf die Wirkung eines Bildes.

Nachdem das Querformat dem menschlichen Sehen am nächsten kommt, werden Aufnahmen in diesem Format als besonders harmonisch empfunden. Möchte man also grundsätzlich Harmonie ausdrücken, ist dies in der Regel das Format der Wahl. Hingegen wirkt das Hochformat ungewöhnlicher auf das menschliche Auge und vermittelt mehr Dynamik. Das dritte klassische Format ist das Quadrat. Durch seine Symmetrie wirkt es ausgeglichen und stabil. Da aber in der Regel keine Fotos in diesem Format aufgenommen werden, wirkt es andererseits auch außergewöhnlich und modern.

 

Wirkung von Formen und Formaten

Fotos gestalten: Die Wirkung von Formen und Formaten.


 

Etwas Vorsicht ist geboten bei besonderen Formen, die einen Bildrahmen darstellen können. Nicht nur professionelle Gestaltungsprogramme bieten die Möglichkeit eine Form, wie bspw. ein Herz, einen Stern, Kreis oder eine Blume in eine Bildbox umzuwandeln und somit mit einem Foto füllen zu können. Auch manche Software der Fotobuchanbieter verfügt über diese Gestaltungsmöglichkeit. Wenn diese Form zum Kontext passt und gezielt eingesetzt wird, kann solch ein Element eine Seite aufwerten. Man sollte jedoch vermeiden die breite Palette an Möglichkeiten auszuschöpfen, um auf diese Weise Abwechslung in die Seitengestaltung zu bringen. Eine zu häufige Verwendung von sich abwechselnden, ungewöhnlichen Bildboxen ist nicht mit Kreativität zu verwechseln und kann sogar schnell dazu führen, dass eine Seite überladen und kitschig wirkt.

 


 

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Fotos gestalten Tipp 2: Den richtigen Bildausschnitt suchen

Nach der Wahl des Formates einer Bildbox, folgt die Platzierung des Fotos. Bei der Fotobuchgestaltung sollte man sich das Rohmaterial noch einmal genau anschauen und nicht unbedingt jedes Foto 1:1 in den Buchentwurf übernehmen. Sogar Profis bearbeiten ihr Fotomaterial nach und entdecken manchmal erst dabei, dass durch die Auswahl eines anderen Bildausschnittes das Motiv viel besser zur Geltung kommt.

Alle Gestaltungsprogramme der Fotobuchanbieter sollten die Möglichkeit bieten, in das Bild hinein zu zoomen, das Foto innerhalb des Rahmens zu verschieben und somit den Bildausschnitt zu verändern.

Bei der Wahl des Bildausschnittes gilt es, sich zu überlegen wohin der Blick des Betrachters gelenkt werden soll. Was soll seine Aufmerksamkeit erregen, auf welchem Bildelement soll der Blick noch einen Moment länger haften bleiben und was möchte man mit dem Bild überhaupt aussagen?

 

Goldene Spirale oder Fibonacci Spirale

Um den passenden Ausschnitt zu finden, gibt es einige Hilfsmittel. Profis bedienen sich gerne der Goldenen Spirale (Fibonacci Spirale), die einen engen Zusammenhang mit dem bereits unter Punkt 5.2 erklärten Goldenen Schnitt hat. Die Goldene Spirale entsteht, indem zunächst eine Fläche nach dem Goldenen Schnitt geteilt wird. Im dadurch entstandenen größeren Teil wird dann ein ¼ Kreis eingezeichnet.

Die kleinere Fläche teilt man hingegen wieder nach dem Goldenen Schnitt und zeichnet auch hier wieder einen ¼ Kreis in die größere Fläche ein, der eine Fortsetzung des ersten ¼ Kreises bildet. Für die Fertigstellung der Spirale wird dieses Vorgehen neun Mal wiederholt und das Ergebnis schaut folgendermaßen aus:

 

Fibonacci Spirale

Die Fibonacci Spirale.


 

Die Fibonacci Spirale muss man allerdings nicht selbst erstellen. Bei Google wird man schnell fündig und kann die Spirale nach dem Download in einen Bildrahmen des Anbieterprogrammes einsetzen. Indem man diesen dann über das betreffende Foto legt, kann man einen harmonischen Bildausschnitt finden. Damit die Spirale nicht das zu bearbeitende Bild überlagert, ist es allerdings wichtig sie mit einem transparenten Hintergrund herunterzuladen. Damit dieser transparent bleibt, muss die Datei eine .png-Datei sein.

Je nach Aufnahme, kann man die Spirale natürlich auch spiegeln oder drehen und sie dann über das betreffende Foto legen. Der Blickfang des Bildes sollte im kleinsten entstandenen Teil der Spirale platziert werden. Andere Bildbestandteile sollten in etwa dem Pfad der Spirale folgen.

 

Fibonacci Spirale Beispiel

Beispiel für angewendete Fibonacci Spirale auf eine Sonnenblume.


 

Ein beliebter Fehler von wenig erfahrenen Hobbyfotografen ist, das Hauptmotiv mittig im Bild zu platzieren. Nicht zuletzt wahrscheinlich auch, weil der Fokus oft automatisch von der Kamera mittig gesetzt wird. Die Aufnahmen wirken dadurch häufig etwas steril und langweilig. Durch die Auswahl eines anderen Bildausschnittes kann man diesen Fotos allerdings mehr Stimmung verleihen.

Voraussetzung ist, dass das Foto über genügend Hintergrund verfügt, der für das eigentliche Motiv bedeutungslos ist. Nur so kann man das Foto im Bildrahmen beliebig verschieben oder in das Bild hinein zoomen, um einen aussagekräftigeren Bildausschnitt zu finden. Hat man hingegen bspw. eine Nahaufnahme von einem Gegenstand, Gebäude oder Menschen ist dieser gestalterische Spielraum schon stark eingeschränkt bzw. sogar gar nicht mehr vorhanden. An dieser Stelle daher noch einmal der Hinweis lieber einige Aufnahmen zu viel als zu wenig zu machen (aus unterschiedlichen Perspektiven und mit unterschiedlichen Abständen zum Motiv) und das Bildmaterial nicht allzu stark auszusortieren.

Durch Anwendung der Goldenen Spirale kann man also bei vielen Fotos den Fokus gut setzen und gleichzeitig eine harmonische Wirkung erzeugen, auch wenn das Ausgangsmaterial nicht perfekt ist. Bleibt nur die Frage, ob diese harmonische Wirkung tatsächlich beabsichtigt wird. Bei Hochzeits- und vielen Reisebüchern wahrscheinlich schon, möchte man aber aus irgendeinem Grund Chaos (z.B. Streit oder Naturgewalten) darstellen, ist diese harmonische Wirkung sicher der falsche Ansatz.

 

Die Drittel Regel bei der Fotografie

Fotos gestalten mit der Dritten Regel bei der Fotografie: Eine andere Möglichkeit den Aufnahmen einen Feinschliff zu verleihen, ist die etwas einfacher anzuwendende Drittel Regel. Dabei wird ein Foto mit einem Raster überlagert, das aus neun gleich große Flächen besteht. Optimal ist es, wenn das Motiv auf den Linien oder auf bzw. möglichst nah an einem Schnittpunkt der Linien platziert wird.

Bei folgendem Beispiel verlaufen die Straße auf der unteren waagerechten Linie und das Ufer entlang der oberen waagerechten Linie. Außerdem befindet sich der Motorradfahrer auf der rechten senkrechten Linie und das Motorrad selbst ist nah bzw. auf einem der Schnittpunkte.

 

Fotografie: Die Dritte Regel

Die Dritte Regel: Die Straße befindet sich auf der unteren waagerechten Linie und das Ufer entlang der oberen waagerechten Linie. Der Motorradfahrer findet sich auf der rechten senkrechten Linie und das Motorrad selbst ist nah bzw. auf einem der Schnittpunkte.


 

Nachdem man sich dieses Raster auch recht gut vorstellen kann und eine 100%-ig exakte Anwendung für eine bessere Wirkung nicht unbedingt notwendig ist, genügt es häufig, wenn man sich dieses Raster gedanklich über ein Foto legt. Wer bereits beim Fotografieren auf diese Bildaufteilung achten möchte, kann die bei vielen Kameras vorhandene Funktion nutzen, dieses Raster einzublenden.

 

Änderung der Bildaussage durch Beschnitt

Beim Finden des richtigen Bildausschnittes sollte man immer auch im Hinterkopf behalten, dass unterschiedliche Ausschnitte auch unterschiedliche Aussagen haben. Dies wird anhand der nächsten Bilderreihe deutlich. Bei dem linken Bild ist der absolute Fokus die Schwanenfamilie. Man sieht einfach die Schwäne, die auf irgendeinem Gewässer fotografiert wurden. Der mittlere Ausschnitt ergänzt das Bild durch eine Insel im Hintergrund (Frauenchiemsee). Dieses Bild charakterisiert Ruhe und eine wahre Idylle. Der dritte Ausschnitt zeigt zudem drei Boote, wodurch dem Betrachter klar wird, dass der Fotograf wohl nicht ganz allein auf dem See war und die Ruhe durch einige Sportler „gestört“ wurde.

 

Beschnitt von Fotos

Fotos gestalten: Wirkung von Fotos durch Beschnitt ändern.


 

Zusammenfassend sei gesagt, dass es genau genommen nicht DEN richtigen Bildausschnitt gibt. Was es allerdings gibt, sind Bildausschnitte, die wirkungsvoller und passender für das jeweilige Fotobuch sind als andere.

 

Fotos gestalten Tipp 3: Platzierung der Fotos

Welches Foto auf einer Seite am meisten Aufmerksamkeit erhält, wird sicherlich von mehreren Faktoren beeinflusst. Vom Motiv, von der Größe der Darstellung, vom Interesse des Betrachters und teilweise auch von der Position.

Grundsätzlich ist es hilfreich, bei der Platzierung die Leserichtung zu beachten. In unserem Kulturkreis also von links oben nach rechts unten. In vielen Fällen wird man dies auch rein intuitiv tun. Bei einem chronologisch aufgebauten Hochzeitsbuch würde wohl kaum jemand auf die Idee kommen oben links ein Foto vom Ringtausch und unten rechts ein Foto vom Eintreten der Braut in die Kirche einzufügen.

Bei Aufnahmen, bei denen es keine Chronologie zu befolgen gibt, ist dies jedoch eine Möglichkeit, bestimmten Aufnahmen eine prominentere Position zu verschaffen. Als Beispiel soll folgende Collage von den Impressionen einer indischen Stadt dienen.

 

Platzierung der Fotos

Platzierung der Fotos: Collage von den Impressionen einer indischen Stadt.


 

Am Monitor wird dies nicht ganz so deutlich, hält man allerdings ein Buch in der Hand wird nach dem Umblättern auf diese Doppelseite der erste Blick meistens zu dem Foto ganz oben links wandern. So lange nicht jede Seite so viele Fotos enthält, wird man sich für diese vermutlich etwas mehr Zeit nehmen, weil es einfach viel zu sehen gibt. Blättert man das Buch allerdings etwas schneller durch, wird wahrscheinlich besonders das Bild oben links und das Bild unten rechts auffallen. Unten rechts, weil man die Seite hier zum Umblättern anfasst.

Geht es darum zu entscheiden, ob ein Bild im oberen oder unteren Bereich einer Seite platziert werden soll, spielt es eine Rolle, aus welcher Perspektive die Fotos aufgenommen wurden. Fotos aus der Vogelperspektive (z.B. vom Rockefeller Center hinunter in die Straßenschluchten von New York), kommen besser zur Geltung, wenn sie im oberen Bereich der Seite platziert werden. Hat man hingegen Fotos aus der Froschperspektive (von der Straße zur Spitze des Rockefeller Centers hinauf), sollten diese ihren Platz eher unten auf einer Seite finden.

 

Fotos gestalten Tipp 4: Fotos abwechslungsreich arrangieren

 

Mit den Bildgrößen spielen

Damit nicht jede Seite gleich ausschaut, andererseits aber auch nicht zu verspielt, bietet es sich an, mit verschiedenen Bildgrößen zu arbeiten. Dabei sollte man allerdings immer das zuvor definierte Gestaltungsraster beachten (siehe dazu auch Punkt 5.1). Nur so kann man sicherstellen, dass trotz aller Abwechslung eine gewisse Gleichmäßigkeit eingehalten wird.

Und man sollte, wie ebenfalls zuvor beschrieben, eine Doppelseite einer bestimmten Thematik verschreiben. Besonders wirkungsvoll ist es, den Blick von einem Bild, das einen Überblick verschafft, zu Details zu lenken. Wie bei dem nachfolgenden Beispiel. Im großen Fotorahmen wird ein stark geschmücktes Fahrrad gezeigt, die kleinen Fotos daneben offenbaren einige Details der „Schmuckstücke“.

 

Fotos abwechslungsreich arrangieren

Fotos abwechslungsreich arrangieren: Mit Fotogrößen spielen.


 

Ein Beispiel, bei dem man umgekehrt arbeitet, also von Details zum großen Foto, wäre ein Kochbuch, bei dem zunächst kleinere Bilder die einzelnen Zutaten zeigen und das fertige Gericht dann im Großformat abgebildet wird.

Neben dieser gestalterischen Wirkung eignen sich kleinere Abbildungen natürlich auch gut, um weniger gelungene Fotos etwas zu kaschieren. Je kleiner die Darstellung, desto weniger sichtbar sind Bildfehler.

 

Collagen

Collagen sind eine wunderbare Möglichkeit viele thematisch zueinander passende Fotos als Gesamtkunstwerk auf einer Seite darzustellen. Außerdem entsteht somit eine Seite in einem etwas anderen Stil, was wieder für mehr Spannung und Aufmerksamkeit beim Durchblättern sorgt. Noch interessanter kann man eine Collage gestalten, indem man innerhalb eines Rahmens die Fotos in unterschiedlichen Rahmengrößen abbildet.

Damit eine Collage geschmackvoll wirkt, ist außerdem eine präzise Positionierung jedes einzelnen Bildes unbedingt notwendig. Ist nur ein einziges Foto in der Collage etwas verrutscht, fällt dies sofort negativ auf. Zur Verdeutlichung dieser beiden Punkte dient noch einmal eine Collage aus einem der ersten Kapitel.

 

Foto Collagen

Foto Collagen: Am Beispiel eines Hochzeitsfotobuch ein positiv Beispiel (links) und ein negativ Beispiel (rechts).


 

 

Bilder freistellen

Eine zusätzliche Möglichkeit etwas Abwechslung in das Seitendesign zu bringen und den Betrachter zu überraschen, ist es, freigestellte Fotos auf einer Seite einzufügen. Dies ist mit einiger Arbeit verbunden, hat aber bei einem schönen Motiv auch eine beeindruckende Wirkung. In dem folgenden Beispiel wurde z.B. ein Brautstrauß freigestellt.

 

Freigestellte Fotos

Freigestellte Fotos in einem Fotobuch vewenden.


 

Einige Gestaltungsprogramme der Fotobuchanbieter bieten bereits Freistellungswerkzeuge. Die besten Ergebnisse erzielt man jedoch mit professioneller Bildbearbeitungs-Software. Das genaue Vorgehen mit kostenloser Software werden wir unter Punkt 8 unserer Gestaltungstipps beschreiben.

 

Fotos gestalten Tipp 5: Blickrichtung beachten

Zu guter Letzt noch ein Hinweis zur Blickrichtung von Personen im Bild, wenn es darum geht, ein Foto gekonnt zu gestalten: Im ersten Moment scheint es keine Rolle zu spielen, an welcher Stelle man ein Foto platziert, bei dem eine Person z.B. nach rechts schaut. Bei genauerer Betrachtung und besonders beim Vergleich verschiedener Varianten, stellt man allerdings fest, dass es sehr wohl von Bedeutung ist.

Das Auge des Betrachters folgt dem Blick einer Person. Platziert man eine nach rechts schauende Person auf der rechten Seite, läuft der Blick aus dem Buch hinaus und praktisch ins Leere. Die andere Variante hält den Blick eher auf der Seite. Zudem wirken Personen deren Blick aus dem Buch hinausgeht, eher desinteressiert. Umgekehrt nehmen sie mehr teil.

 

Blickrichtung in Fotos

Blickrichtung in Fotos: Platziert man eine nach rechts schauende Person auf der rechten Seite, läuft der Blick aus dem Buch hinaus und praktisch ins Leere. Die andere Variante hält den Blick eher auf der Seite. Zudem wirken Personen deren Blick aus dem Buch hinausgeht, eher desinteressiert. Umgekehrt nehmen sie mehr teil.


 

In der Regel wandert der Blick des Betrachters immer zu Personen im Bild. Somit ist es kaum von Bedeutung, ob es sich bei dem Foto um eine Portraitaufnahme handelt oder ob eine einzelne Person nur klein auf der Aufnahme zu sehen ist. Die Blickrichtung der abgebildeten Person hat immer einen Effekt auf die Gesamtwirkung.

Alle Tipps in diesem Kapitel können natürlich nur eine Idee davon geben, worauf es bei der Gestaltung mit Bildern ankommt. Erfahrene Gestalter kennen viele Ausnahmen, spielen mit den Regeln und brechen sie sicherlich auch bewusst, um einen besonderen Effekt zu erzeugen. Wie immer ist ein sicheres Gespür für eine ästhetische Gestaltung maßgebend für ein gelungenes Ergebnis.

 

 

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Autor: | E-Mail: mirja.hespe|at|fotobuchmagazin.de

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