Kapitel 6: Gestaltungsrichtlinien für ein Fotobuch


Mirja HespeVon Mirja Hespe

Die Autorin Mirja Hespe ist professionelle Fotobuchdesignerin und schreibt für FM* – Das Fotobuch Magazin die Tipps zur Fotobuchgestaltung. In 12 Kapiteln zeigen wir Euch, wie man mit einfachen Tipps mehr aus seinen Fotobüchern machen kann.

 


 

Gestaltungsrichtlinien für ein Fotobuch

Ein Fotobuch ist eine gute Möglichkeit, um seiner eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. Aber was bedeutet es, kreativ zu sein? Schaut man im Duden nach, wird der Begriff beschrieben mit „schöpferisch; Ideen habend und diese gestalterisch verwirklichend“. Nun hat natürlich jeder eigene kreative Ideen und vor allen Dingen auch eine eigene Vorstellung davon, was schön ist. Egal ob stilvoll elegant, klassisch, oder vollkommen abgefahren, knallbunt und außergewöhnlich. Hauptsache durchgängig einheitlich; wenigstens Kapitelweise.

Möchte man auch andere mit dem eigenen Fotobuch bzw. den eigenen Bildern und durch die eigene Kreativität begeistern, ist es ratsam, beim Buchdesign eine klare Linie und einige Gestaltungsregeln einzuhalten. Beides dient einem harmonischen Gesamtbild.

Zum Vergleich kann man sich eines der wahnsinnig prunkvollen und teuren Hotels in Dubai vorstellen, die wohl jeder zumindest aus dem Fernsehen kennt. Denkt man an diese Hotels, hat man Kronleuchter, Marmorböden, golden glänzendes Interieur, Möbel aus Edelhölzern usw. vor Augen. Einfach alles, was den Luxus dieser Hotels verdeutlicht. Luxus kann auch ein anderes, minimalistisches und stylishes Gesicht haben, aber in vielen Hotels in Dubai besteht er eben aus genau diesem Prunk, den Architekten und Innenarchitekten auch im kleinsten Detail sichtbar gemacht haben. Damit wird sicherlich nicht jedermanns Geschmack getroffen, aber dennoch ist es stilvoll und wirkt auch auf Besucher mit anderem Geschmack sehr beeindruckend.

Gleiches gilt im Prinzip auch bei Fotobüchern. Auch wenn die gewählte Gestaltungsrichtung wahrscheinlich nicht jedem Betrachter zusagt, so sind Aufmerksamkeit und Interesse doch größer, wenn ein klarer Stil erkennbar ist.
Dabei gibt es bestimmte Regeln, die bei allen Stilen eingehalten werden sollten. Andere Tipps wiederum möchte man oder kann man vielleicht (bspw. aus Platzgründen) nur teilweise beherzigen.

Für eine anspruchsvolle Gestaltung sind in diesem Kapitel zehn wichtige Regeln und Tipps zusammengefasst.

 

Seiten nicht überladen!

Wer aus mehreren hundert oder gar mehreren tausend Fotos die schönsten Bilder auswählen muss, wird vor eine schwere Aufgabe gestellt (siehe auch Kapitel Nr. III zur Vorauswahl und Vorbereitung des Bildmaterials). Bis auf ein paar völlig „verunglückte“ Aufnahmen hängt man schließlich eigentlich an jeder einzelnen Erinnerung und möchte am liebsten alle im Fotobuch abbilden.
Auch wenn es schwer fällt, aber an dieser Stelle sollte man unbedingt Schwerpunkte setzen und die Regel „weniger ist mehr“ beherzigen. Ansonsten werden die einzelnen Seiten überladen.

Als Anhaltspunkt kann man kalkulieren, je nach Thematik des Buches, durchschnittlich zwischen 2,5 bis maximal 4 Fotos pro Seite zu verwenden. Das bedeutet nicht, dass jede Seite mit genau 2,5 bis 4 Fotos gefüllt wird. Es können durchaus auf einigen Seiten besonders eindrucksvolle Aufnahmen alleine auf einer Doppelseite dargestellt werden. Durch Collagen aus zueinander passenden Fotos hingegen, kann eine Doppelseite aber auch einmal mit bis zu 20 Fotos gefüllt werden.

Je nachdem, wie großzügig man die Fotos darstellen möchte, würde man bei insgesamt 500 Fotos also von einer Seitenzahl zwischen 125-200 ausgehen. Hat man hingegen 1000 Fotos und möchte diese in einem Echtfotobuch verewigen (in der Regel ist hier die Seitenzahl drucktechnisch auf 100 Seiten beschränkt), ist hier bereits absehbar, dass eine harmonische Gestaltung nicht möglich ist. Um dies zu vermeiden, muss also entweder das Bildmaterial stärker selektiert oder der Inhalt auf mehrere Bände verteilt werden.

 


 

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Seiten harmonisch gestalten

Bei der Gestaltung sollte man grundsätzlich eine gesamte Doppelseite im Blick haben. Im Besten Fall passen auf dieser Doppelseite alle Bilder und ggf. andere Gestaltungselemente farblich, thematisch und von der Atmosphäre zusammen. Dies ist leichter gesagt als getan und verlangt sowohl bei der Bildselektion und auch bei der Gestaltung einiges an Fingerspitzengefühl.

An dieser Stelle wird auch wieder die Wichtigkeit der zuvor genannten „Weniger ist mehr“-Regel deutlich. Je mehr Fotos in einem Fotobuch untergebracht werden „müssen“, desto weniger gestalterische Möglichkeiten hat man und wird evtl. gezwungen nicht zueinander passende Aufnahmen miteinander zu kombinieren.

  • Auf der folgenden Beispielseite sind Aufnahmen vom See „Tonle Sap“ in Kambodscha abgebildet. Auf allen Bildern ist die Stimmung (Sonnenschein und viele Wolken) identisch und man erkennt gleich, dass alle Aufnahmen an dem See gemacht wurden. Also, dass sie thematisch zusammen gehören.

 

Thematisch passende Fotokomposition

Thematisch passende Fotokomposition.

 

  • Die nächste Seite zeigt die gleichen Aufnahmen, die hier allerdings kombiniert sind mit Fotos der nahegelegenen Stadt Siem Reap. Es besteht wenig Zusammenhang zwischen den Bildern und die Seite ist durch die große Anzahl an Fotos zudem recht unübersichtlich und überladen:

 

Unharmonische Fotokomposition

Unharmonische Fotokomposition auf einer Fotobuchseite.

 

Sinnvoll strukturieren!

Fremde Fotobücher, z.B. Reiseberichte, können schnell ermüdend werden. Vor allen Dingen, wenn die Reisenden viele Fotos und Seiten kommentieren müssen, damit der Betrachter das Buch „versteht“. Enge Freunde und am Reiseland Interessierte bringen oft großes Interesse und Geduld mit. Andere wiederum haben wahrscheinlich Interesse, aber keine Geduld für einen stundenlangen Reisebericht. Im Idealfall sollte ein Fotobuch also sinnvoll und selbsterklärend aufgebaut sein. Ideal ist es, wenn ein Buch von Fremden in individuellem Tempo und auch ohne Erläuterungen betrachtet werden kann. Ohne, dass dabei Fragen offen bleiben.

Mit diesem Hinweis kommen wir zurück auf das erste Kapitel dieser Gestaltungstipps. Während der Buchgestaltung sollte man sich immer wieder vor Augen halten, welche Geschichte man mit dem Fotobuch erzählen möchte (siehe Drehbuch I.1: Ein Fotobuch – eine Geschichte), eine festgelegte Bilderreihenfolge einhalten (siehe I.4 Strukturierung) und gegebenenfalls neue Abschnitte besonders kennzeichnen. Zum Beispiel durch Überschriften, einleitenden Text und/oder, bei Reisebüchern, eine Landkarte, damit der Leser immer weiß, wo er sich gerade befindet.

 

Einheitliche textliche Gestaltung!

Auch mit diesem Punkt gelangen wir noch einmal zurück zu den ersten Tipps zur Fotobuchgestaltung. Wie anfangs beschrieben, gewöhnt sich der Betrachter des Buches an eine Struktur. Wenn das Fotobuch gar keinen Text enthält, ist dies vollkommen in Ordnung und wohl auch im ursprünglichen Sinne eines FOTObuches.

Ist ein Buch aber sehr umfangreich, Fotos vielleicht erklärungsbedürftig oder möchte man dem Betrachter einige Informationen liefern bzw. für sich selbst festhalten, so kann man ein Fotobuch durch Text noch aufwerten. Wichtig ist auch hier wieder der sinnvolle und einheitliche Einsatz von Texten. Entscheidet man sich für Text, sollte man sich, natürlich je nach Umfang, auf viel mehr Aufwand einstellen und auch einige, nachfolgend genannte, Regeln beachten:

 

  • Tipp A

 

Sinnvoll und auf den Punkt gebracht

Gut und unterhaltsam zu texten ist eine Gabe. Wem dies nicht unbedingt im Blut liegt, sollte sich zumindest an den Leitsatz „In der Kürze liegt die Würze“ halten. Dies gilt für längere, informierende Texte, bei denen es z.B. darum geht, die wirklichen Highlights bspw. einer Reise auf den Punkt zu bringen.

Bei Bildunterschriften gilt sogar „weniger ist mehr“. Es ist nicht sinnvoll und optisch auch nicht besonders vorteilhaft viele Fotos, geschweige denn jedes einzelne zu kommentieren. Alles was das Bild an sich bereits ausdrückt, sollte man nicht auch noch einmal schriftlich festhalten. Wenn der kleine Max am Strand spielt, muss man also das Foto nicht noch mit dem Text „Max am Strand“ versehen. Zumindest wenn der Leser bereits aus einem einleitenden Text oder einer anderen Bildunterschrift weiß, dass es sich um Max handelt und wenn das Bildmaterial aussagekräftig und das Buch logisch aufgebaut ist.

 

  • Tipp B

Eine gewisse Regelmäßigkeit einhalten

 

Auch beim Text ist es wichtig eine Struktur einzuhalten und erkennbar zu machen. Bei dem fertig gedruckten Werk fällt es schnell auf, wenn die Verwendung von Text nicht ganz stimmig ist. Dieses harmonische Erscheinungsbild herzustellen, erfordert jedoch etwas Planung und einige Vorarbeit.

Beispiel Hochzeitsfotobuch:
Viele Hochzeits-Fotobücher sind unterteilt in „Polterabend“, „Standesamtliche Trauung“ und „Kirchliche Trauung“. Hier kann es schön sein, wenn die Braut und der Bräutigam als Einleitung zu jedem Tag ihre eigenen Erinnerungen kurz festhalten. Die Gefühle, Anekdoten, überraschende Momente… Sinnvoll ist dies allerdings nur, wenn dies einheitlich geschieht. Wenn die Braut zu allen Tagen etwas schreibt, der Bräutigam aber nur zum Polterabend, ist es unvollständig und man sollte dann lieber ganz darauf verzichten.
Auch beliebt ist es, die Glückwünsche der Hochzeitsgäste mit in das Buch einfließen zu lassen. Diese sollten dann natürlich entweder gleichmäßig im Buch verteilt sein oder alle gebündelt in einem separaten Abschnitt.

Beispiel Reisefotobuch:
Bei Fotobüchern von Rundreisen werden gerne Einleitungstexte zu den einzelnen Reiseabschnitten (besuchte Städte oder Länder) verfasst. Eine gute und sinnvolle Möglichkeit die Fotos des jeweiligen Abschnitts zu kommentieren und doch nicht für jede Seite einen Text verfassen zu müssen.
Hier ist es sicher unnötig zu erwähnen, dass in dem Fall jeder Reiseabschnitt textlich ergänzt werden sollte, um eine klare Linie beizubehalten. Je feingliedriger es wird, desto informativer wird das Fotobuch natürlich, aber umso aufwendiger ist auch die Vorarbeit. Man sollte sich in jedem Fall darüber im Klaren sein, dass das Texten selbst sowie das Positionieren als auch das spätere Korrektur lesen einen erheblichen Mehraufwand bedeutet. Bevor man zum Ende des Buches hin anfängt zu kürzen, sollte man lieber durchgängig etwas grober strukturieren und somit von vornherein weniger Texte vorsehen.

 

  • Tipp C

 

Gestaltung mit Schriften

Zu einer gelungenen textlichen Gestaltung trägt natürlich auch die gewählte Schrift ganz wesentlich bei. Dabei sollen unter diesem Punkt lediglich einige wichtige Aspekte zur Auswahl und zum Umgang mit Schriften genannt werden. Wer sich näher mit dem umfassenden Thema Typographie auseinandersetzen möchte, sollte auf einschlägige Literatur zurückgreifen.

Schriftart/-en wählen: Bereits bei der Wahl der Schriftart ist Kreativität gefragt. Kreativität bedeutet in diesem Zusammenhang jedoch keinesfalls möglichst viele, unterschiedliche und besonders schnörkelige Schriften anzuwenden. Vielmehr kommt es darauf an, die eine richtige Schrift (oder vielleicht auch zwei, aber möglichst nicht mehr als drei) für das jeweilige Fotobuchprojekt zu finden. Zu einem Fotobuch vom Schloss Neuschwanstein kann man sich durchaus eine verschnörkeltere Schrift vorstellen, zu einem Buch von einem Kindergeburtstag hingegen würde sicher auch eine krakelige Handschrift passend wirken. Andersherum würde es auf den Betrachter wohl eher einen irritierenden Eindruck machen. Mit dem folgenden Coverbeispiel wird deutlich, welchen Buchinhalt die Schrift auf dem Buchdeckel vermuten lässt bzw. welche Wirkung dies auf den Betrachter hat:

Cover Beispiel

Welchen Buchinhalt lässt die Schrift auf dem Buchdeckel (Cover Beispiel) vermuten…

Das linke Beispiel der Familienchronik lässt bereits vermuten, dass das Buch wahrscheinlich auch alte schwarz-weiß Fotos enthält und die Chronik in der Familiengeschichte weit zurückgreift. Beim rechten Beispiel hingegen, scheint die Schrift nicht wirklich zur Thematik zu passen. Es sei denn, es wurde eine Chronik in Form eines Comics verfasst.

Bei dem unteren Beispiel wird man wahrscheinlich erstmal stutzig, denn die Schriftart auf der linken Seite deutet auf eine unbeschwerte Thematik hin (z.B. Hochzeit). Wenn dies das Cover eines geschäftlichen Handouts ist, wäre die Schrift sicherlich unpassend. Die schlichte Schrift auf der rechten Seiten hingegen lässt einen seriösen Inhalt vermuten.

 

Lesbarkeit: Was bei der Auswahl ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden darf, ist die Lesbarkeit. Für einzelne Überschriften kann man auch mit verspielten oder ungewöhnlichen Schriften experimentieren. Für längere Texte sollte man allerdings eher auf schlichte Schriftarten zurückgreifen, die eine bessere Lesbarkeit gewährleisten.

Grundsätzlich unterscheidet man bei Schriftarten zwischen Serifenlosen und Serifenbetonten Schriften. Beispiel:

 

Serife

 

Serife sind die kleinen Striche, die einen Buchstaben abschließen. Deutlich zu erkennen, wenn man die beiden oberen Schriftenbeispiele miteinander vergleicht.

Die Serifenlosen Schriften sind ganz schlicht und wirken modern. Serifenbetonte Schriften hingegen wirken etwas konservativ und haben derzeit mit einem altmodischeren Image zu kämpfen. Dennoch werden sie in Printmedien gerne für Fließtexte verwendet, da sie den Leser optisch entlang einer Zeile führen, wodurch das Lesen längerer Text als angenehmer empfunden wird. Dies allerdings auch nur bedingt, denn sobald die Schrift sehr klein gedruckt wird, gilt dies nicht mehr:

 

Schriftgrößen

Schriftgrößen


 

Besondere Schriftarten: Wer sich nicht mit den auf dem eigenen Computer installierten Standardschriften zufrieden gibt, wird bei der Internetrecherche schnell feststellen, dass es Unmengen an Schriftarten gibt, die kostenlos heruntergeladen werden können. Dies kann die Recherche nach der richtigen Schrift für das eigene Fotobuchprojekt ziemlich mühsam und zeitraubend machen. Bis man einen guten Fundus zusammengestellt hat, der dem eigenen Geschmack und den individuellen Bedürfnissen gerecht wird, muss man etwas Zeit investieren. Bei den Profi-Typographen bleiben Lieblingsschriftarten daher auch meistens ein gut gehütetes Geheimnis. Um sich etwas Zeit zu sparen, sollte man möglichst eine Website wählen, die eine Vorschau der gewählten Schriftart mit einem selbst gewählten Wort bietet (z.B. www.dafont.com). Auf diese Art und Weise kann man vorab prüfen, ob die Schriftart z.B. Umlaute oder bestimmte Sonderzeichen darstellen kann. Nicht bei allen Schriftarten ist dies der Fall und es ist nichts ärgerlicher, als nach langer Recherche, Installation und vielleicht sogar erst bei längerer Verwendung einer Schrift festzustellen, dass bestimmte Zeichen oder Buchstaben nicht verfügbar sind.

Schriftgrad: Bei der Schriftgröße für Fließtexte gehen die Meinungen, wie so oft bei gestalterischen Fragen, auseinander. Was der eine bereits als zu groß empfindet, empfindet ein anderer noch als zu klein. Kindern und Senioren wird das Lesen z.B. erleichtert, wenn Texte eher größer gedruckt sind. Als Anhaltspunkt für Fließtexte, kann man sich an einer Schriftgröße zwischen 9-12pt orientieren, die meistens als recht angenehm empfunden wird. Allerdings ist bei diesem Richtwert auch Vorsicht geboten. Schriftgröße 12 ist nicht gleich Schriftgröße 12, wie auch die obere Abbildung deutlich macht.

Für Überschriften kann man hingegen auch eine Schriftgröße größer als 12pt wählen. Wichtig ist auch hier wieder die Einheitlichkeit. Selbstverständlich sollten die Schriftgrößen für das gesamte Dokument identisch sein. Also z.B. alle Überschriften in 16pt und alle Fließtexte in 11pt geschrieben sein. Auch die eng damit im Zusammenhang stehenden Zeilenabstände gilt es einheitlich zu gestalten. Nicht nur im Fließtext sondern auch zwischen Überschrift und Text.

Schriftfarbe: Ein gelungener Einsatz von Farben bei der Schrift setzt entweder gute Kenntnisse voraus oder verlangt Experimentierfreude. Grundsätzlich wichtig zu wissen ist, dass dunkle Schrift auf hellem Hintergrund eine bessere Lesbarkeit gewährleistet. Klassisch also schwarz oder dunkelgrau auf weißem Hintergrund. Wer mehr Farbe ins Spiel bringen möchte, wählt für den Hintergrund am Besten eine hellere und für die Schrift eine dunklere Abstufung einer Farbe.

 

Schriftfarben

Schriftfarben: In diesem Beispiel wird deutlich, welchen Unterschied die verschiedenen Farbnuancen ausmachen.


 

In diesem Beispiel wird deutlich, welchen Unterschied die verschiedenen Farbnuancen ausmachen. Außerdem ist erkennbar, dass neben der Schriftfarbe auch die Schriftart, Schriftgröße und Strichstärke (dünne, fette Schrift) einen Unterschied machen.

Noch deutlicher wird dies, wenn der Hintergrund nicht einfarbig ist. In dem Fall spielt der Kontrast eine große Rolle. Wenn der Kontrast allein noch kein zufriedenstellendes Ergebnis bringt, könnte man ein weißes Farbfeld zwischen Hintergrund und Schrift legen (ggf. transparent, wie das Beispiel ganz unten in der Mitte zeigt).

 

Schrift auf mehrfarbigem Hintergrund

Schrift auf mehrfarbigem Hintergrund.


 

Tipp: Schriften wirken am Monitor anders als gedruckt. Dadurch, dass ein Monitor leuchtet, sind Schriften am Bildschirm oftmals besser lesbar als im gedruckten Dokument. Deshalb sollte man möglichst einen einfachen Drucktest einer einzelnen Seite am heimischen Drucker machen, um zu schauen, wie die Schriftart, der Schriftgrad und ggf. auch die Farbe in Kombination mit den Fotos wirken und ob sie gut lesbar ist.
Besonders gründlich sollte man beim Druck von Schriften auf Fotopapier vorgehen und ebenfalls möglichst vorher testen. Einige Druckanbieter senden auf Anfrage Abzüge mit Beispieltext.

Je nach gewählter Schriftart wird das Erscheinungsbild und somit die Lesbarkeit des Textes bei unter 11pt auf Fotopapier evtl. stark beeinträchtigt. Insbesondere bei Negativschrift, wenn also in heller Farbe auf dunklem Untergrund gedruckt wird.

 

 

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Autor: | E-Mail: mirja.hespe|at|fotobuchmagazin.de

3 Kommentare zu “Kapitel 6: Gestaltungsrichtlinien für ein Fotobuch
  1. Bibi sagt:

    Super Tipps zur Fotobuchgestaltung. Bin gespannt auf die nächsten Tipps. Leider endet der Ratgeber ja hier im Moment. Bitte mehr…

  2. Wolfgang Eisenhower sagt:

    Fotobücher sind wirklich eine schöne Sache! Vielen Dank für die hilfreichen Tipps. Um eine gelungene Qualität zu erreichen, sollte man sich an einen Fachmann wenden.

  3. FM* - Das Fotobuch Magazin sagt:

    In der Regel schreiben Spammer bei ihren Versuchen, einen Link zu platzieren schon ein paar Zeilen mehr. Trotzdem vergeblich und auch in diesem Fall: Spam-Link auf die Druckerei gelöscht.

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