Kapitel 10: Fehler vermeiden


Mirja HespeVon Mirja Hespe

Die Autorin Mirja Hespe ist professionelle Fotobuchdesignerin und schreibt für FM* – Das Fotobuch Magazin die Tipps zur Fotobuchgestaltung. In 12 Kapiteln zeigen wir Euch, wie man mit einfachen Tipps mehr aus seinen Fotobüchern machen kann.

 


 

Fehler bei der Fotobuchgestaltung vermeiden

Egal ob Sie Ihre Fotobuchvorlage mit dem Gestaltungsprogramm eines Anbieters oder mit einem professionellen bzw. semi-professionellen Gestaltungsprogramm erstellt haben. Bevor Sie das Buch drucken lassen, sollten Sie den Entwurf noch einmal in aller Gründlichkeit prüfen. Einige Programme geben zwar Hinweise auf Rechtschreibfehler, leere Bildboxen, in den Beschnitt ragende Elemente etc. Eine vollwertige Korrektur kann jedoch kein Programm bieten und Fehler erst im gedruckten Exemplar zu entdecken ist äußerst ärgerlich.

Gerade dieser letzte Schritt wird gerne vernachlässigt. Nicht nur weil man vielleicht unter Zeitdruck steht sondern auch oder gerade wenn das Buch mit viel Zeitaufwand und großer Leidenschaft erstellt wurde und man des Projektes irgendwann etwas müde wird. Optimal wäre es daher, den Entwurf von einer Person prüfen zu lassen, die mehr Distanz dazu hat. Fehler sind für Dritte offensichtlicher, da sie die Fotos und Texte noch nicht so verinnerlicht haben. Gerade bei Texten wird der Verfasser nach mehrmaligem Lesen oft blind für Fehler, aber auch Fotoausschnitte werden durch einen versehentlichen Klick manchmal leicht und unbemerkt in der Bildbox verschoben. Kennt man alle Bilder in- und auswendig übersieht man dies bei der letzten Kontroll-Durchsicht leicht.

Fotobuch Checkliste

Fotobuch Checkliste – Fehlerbeispiel: In der rechten Bildbox versehentlich verschobener Rattenfänger von Hameln.

 
 

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Fotobuch Checkliste zur Druckfreigabe

Es gibt eine ganze Liste an „beliebten“ Fehlern. Damit Sie sie möglichst vor dem Druck entdecken, sollten Sie folgende Punkte vor der Druckfreigabe noch einmal prüfen.
 

  • Haben alle Fotos eine ausreichende Auflösung? Oftmals überprüft die verwendete Software dies ebenfalls und verweist auf Seiten mit zu gering auflösenden Bildern. Hier muss dann individuell entschieden werden, ob man das Foto/ die Grafik ersetzt oder dennoch beibehält. Siehe auch Kapitel 2.1.
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  • Ist bei allen Fotos der richtige Bildausschnitt zu sehen? Ist kein Fotoausschnitt verrutscht?
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  • Texte: Sind alle Texte richtig geschrieben?
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  • Sind alle Texte gut lesbar? Überprüfung der Schriftart und des Kontrastes. Am Bildschirm sind Texte besser lesbar als gedruckt. Gibt es am Bildschirm bereits Probleme, sollten noch Änderungen vorgenommen werden. Siehe auch Kapitel 6.
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  • Ist bei allen Texten die gleiche Schriftfarbe, Schriftgröße und Schriftart verwendet worden? Überschriften und Fließtexte sollten jeweils identisch gestaltet sein.
     

  • Ist der Satzspiegel auf allen Seiten eingehalten worden? Siehe Kapitel 5.1.
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  • Sind die Bildboxen alle gleichmäßig angeordnet? Sind also Abstände zwischen den Fotos und Texten gleichmäßig oder ist ein Textfeld bzw. eine Bildbox versehentlich verrutscht?
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  • Haben alle Fotos einen Rahmen bzw. keinen Rahmen? Einheitlichkeit!
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  • Sind noch „Blitzer“ zu sehen? Also weiße Stellen, die nicht weiß erscheinen sollen. Z.B. wenn eine Hintergrundfarbe verwendet wird, die unbeabsichtigt nicht flächendeckend ist. Diese Fehler sind recht gut zu erkennen, wenn man sich die Druckvorlage als pdf anzeigen lässt (bei einigen Fotobuchanbietern bzw. in professionellen Programmen möglich). Siehe auch Kapitel 6, 2. Teil.
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  • Besonders aufwendig ist der finale Check, wenn es ein Inhaltsverzeichnis gibt. Hier muss dann zusätzlich geprüft werden, ob den Kapiteln im Inhaltsverzeichnis die richtigen Seitenzahlen zugeordnet sind. Gibt es keine Möglichkeit die Seitenzahlen vom Programm einfügen zu lassen, sollte auch die Paginierung noch einmal genau angeschaut werden. Ist für alle Seitenzahlen die gleiche Schriftart, Schriftgröße und Farbe verwendet worden? Sind die Seitenzahlen auf allen Seiten identisch positioniert?

 
Aus eigenen Fehlern lernt man… Daher kann diese Auflistung nur ein Anhaltspunkt sein und muss eventuell durch eigene Erfahrung noch ergänzt werden.

Ein letzter Hinweis dazu: Sie sollten die Checkliste möglichst Punkt für Punkt abarbeiten. Also in der gesamten Vorlage zunächst alle Texte prüfen, erst dann alle Bildausschnitte, dann die Prüfung auf Blitzer etc. Auf diese Weise wird konzentrierter gearbeitet und Fehler sind offensichtlicher, als wenn alle Punkte pro Seite durchgegangen werden.

 
 

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Autor: | E-Mail: mirja.hespe|at|fotobuchmagazin.de

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