Kapitel 9: Covergestaltung


Mirja HespeVon Mirja Hespe

Die Autorin Mirja Hespe ist professionelle Fotobuchdesignerin und schreibt für FM* – Das Fotobuch Magazin die Tipps zur Fotobuchgestaltung. In 12 Kapiteln zeigen wir Euch, wie man mit einfachen Tipps mehr aus seinen Fotobüchern machen kann.

 


 

Covergestaltung beim Fotobuch

Covergestaltung: Zu guter Letzt kommen wir zum, in mehrerlei Hinsicht, wichtigsten Teil des Buches; dem Cover. Unter Punkt 4.3 hatten wir dieses Thema bereits kurz in Hinblick auf die Wahl des Fotobuchanbieters und bezüglich der unterschiedlichen Covermaterialien angeschnitten. Auch wenn für einige Fotobuchthemen (z.B. Hochzeiten, Chroniken) ein Leder- oder Leineneinband recht populär ist, so ist und bleibt wohl ein Hardcover die bevorzugteste Variante, auf die wir uns daher im Folgenden auch konzentrieren.

Natürlich soll der Einband auf den ersten Blick neugierig machen und dazu anregen den Buchinhalt anzuschauen. Schließlich freut sich jeder, wenn das selbst gestaltete Fotobuch bei Anderen Interesse weckt. Und auch man selbst ist natürlich umso zufriedener, wenn dieser auffällige Part besonders gut gelingt. Gerade weil Fehler hier besonders offensichtlich sind. Während sie im Innenteil manchmal eher untergehen, wird man sich über einen Schreibfehler oder einen verrutschten Bildausschnitt auf dem Cover besonders ärgern. Der Bucheinband erfordert also besondere Aufmerksamkeit. Dieses Kapitel gibt daher Hinweise und Anregungen für ein gelungenes Ergebnis.

 

Zum Buchinhalt passendes Fotobuchcover

Das zum Buchinhalt passende Cover-Design zu gestalten ist nicht immer einfach. Jedem Buchgestalter wird dabei klar sein, dass die Einbandgestaltung Fotos und ggf. Texte des Buchinhaltes unterstreichen und nicht im Widerspruch dazu stehen soll. Eine weit zurückreichende Familienchronik wird also kaum ein sehr kitschig buntes Cover bekommen und im Gegenzug wird man einem Babybuch wohl keinen schlicht schwarzen Einband mit grauer Schrift verpassen.

Bei manchen Fotobüchern ist von Anfang an klar, wie das Cover aussehen wird. Vielleicht weil man ein Foto geknipst hat, das den Urlaub oder ein Event perfekt charakterisiert. In anderen Fällen sitzen selbst Profis lange vor einer weißen Seite und haben einfach nicht die richtige Idee für die Covergestaltung. Eine Möglichkeit ist es dann, auf die Layoutvorlagen in der Software der Fotobuchanbieter zurückzugreifen. Hier gibt es oft ein paar schöne Ideen, die noch den eigenen Vorstellungen angepasst werden können. Ist dort noch nicht das Richtige dabei, ist eine Portion Inspiration notwendig. Diese gibt es z.B. bei solchen Fotobuchanbietern, die Kundenbeispiele auf ihrer Website vorstellen. In den Suchmaschinen wird man dazu schnell fündig. Gerade für Reisebücher, Chroniken oder Kochbücher kann man sich außerdem gut im lokalen oder virtuellen Buchhandel inspirieren lassen.

 
 

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Der Weg zum passen Fotobuchcover

Covergestaltung beim Fotobuch: Bis die richtige Idee gefunden ist und das Cover bis ins letzte Detail stimmt, können durchaus mehrere Entwürfe notwendig sein. Die Gestaltung verschiedener Ideen im Gestaltungsprogramm wäre allerdings zu zeitaufwendig und mühsam. Um die ersten Ideen festzuhalten, zu vergleichen und den Entwurf zu perfektionieren, ist es also ratsam, Stift und Papier zur Hand zu nehmen und die Ideen zunächst grob zu skizzieren.

Speziell bei diesem Thema sollte man sich auch die Gestaltungsrichtlinien noch einmal vor Augen führen. Wie bei den Innenseiten des Buches finden sie natürlich auch hier Anwendung. Ein wichtiger Punkt darunter ist, das Cover nicht zu voll zu stopfen und Titel sowie ggf. Untertitel möglichst kurz und prägnant zu formulieren. Für ein einheitliches Erscheinungsbild ist beim Text außerdem wichtig, dass die Schrift auf dem Cover der Schriftart entspricht, die auch für das Buchinnere gewählt wurde.

 

Cover mit Foto und Text

Entscheidet man sich bei der Covergestaltung für ein Foto und Text, ist ein schöner Effekt, einen dominanten Farbton aus dem Foto für die Schriftfarbe zu verwenden (siehe auch das folgende Cover-Beispiel „Bella Italia“).) Neben allen ästhetischen Aspekten darf aber natürlich die Lesbarkeit nicht zu kurz geraten. Das heißt, die Schriftfarbe muss sich farblich deutlich vom Hintergrund abheben und Schriftart, –größe und Strichstärke müssen so gewählt werden, dass der Text auf den ersten Blick gut lesbar ist. Für detailliertere Tipps hierzu empfehlen wir unser gesamtes sechstes Kapitel, in dem wir uns ausführlich mit den hier angeschnittenen Themen zur Gestaltung beschäftigt hatten.

Covergestaltung

Covergestaltung: Beispiele für die Gestaltung von einem Fotobuchcover.

Apropos Text; der gleiche Text, der auf der Covervorderseite abgedruckt wird, sollte möglichst auch auf dem Buchrücken erscheinen. Zumindest der Haupttitel. Gerade wenn man mehr als ein Fotobuch erstellt hat oder erstellen möchte, lässt sich ein im Regal stehendes Buch leichter finden, wenn es auch auf dem Buchrücken beschriftet ist.

 
 

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Autor: | E-Mail: mirja.hespe|at|fotobuchmagazin.de

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