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Bildbearbeitung: Software im Test

Von Rolf Jansen

Der Autor ist stellvertretender Chefredakteur von FM* – Das Fotobuchmagazin.

Bildbearbeitung: Software im Test: Auch für die Gestaltung von einem Fotobuch ist die Bildbearbeitung ein nicht unentscheidender Faktor. Auch wenn viele Gestaltungsprogramme der Fotobuchanbieter heute bereits integrierte Bildbearbeitungssoftware bietet, setzt diese – besonders auch den erfahreneren Nutzern – schnell Grenzen. FM* – Das Fotobuch Magazin wagt einen Blick über den Tellerrand und stellt Euch die Testergebnisse zur Bildbearbeitungssoftware bei Netzsieger.de zusammengefasst vor und zeigt Möglichkeiten auf, wie Bildbearbeitungsprogramme mehr aus den Fotos für Eure Fotobücher herausholen können und was zu beachten ist.

Bildbearbeitungsprogramme haben heute unendlich viele Features und Möglichkeiten, mehr aus seinen Fotos herauszuholen, kleine Schönheitskorrekturen vorzunehmen oder Effekte wirken zu lassen. Für Fotobücher bieten sich neben der generellen Bildoptimierung viele Optionen an, die Fotos für das spätere Buch aufzuwerten, beispielsweise durch freigestellte Bildelemente und vielem mehr.

 

Software zur Bildbearbeitung im Test bei Netzsieger.de

Ein eigener Test der Bildbearbeitungsprogramme am Markt werden wir vom Fotobuch Magazin nicht durchführen, mit einem kurzen Blick ins Netz stößt man aber auf eine Vielzahl von tiefgehenden Tests der vielen Programme am Markt. Auf der Webseite Netzsieger.de wurden beispielsweise 12 Anbieter von Bildbearbeitungsprogrammen auf Herz und Nieren getestet. Den ausführlichen Test mit allen Wertungstabellen zum Thema Bildbearbeitungssoftware gibt es online. Im Test die Nase vorn hatten mit den Anbietern Corel (CorelDRAW Graphics Suite / Platz 1) und Adobe (Adobe Photoshop Elements / Platz 2 im Test) auch zwei Platzhirsche am Himmel der Bildbearbeitung die Nase vorne. Das gesamte Ranking der Bildbearbeitung – Software im Test wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten…

 

Testergebnisse der Bildbearbeitungsprogramme bei Netzsieger.de

  • 1. Platz: CorelDRAW Graphics Suite / 4,75 von 5 Punkten
  • 2. Platz: Adobe Photoshop Elements / 4,71 von 5 Punkten
  • 3. Platz: ACDSee Pro / 4,4 von 5 Punkten
  • 4. Platz: PhotoDirector Ultra / 4,25 von 5 Punkten
  • 5. Platz: Zoner Photo Studio / 4,23 von 5 Punkten
  • 6. Platz: Pixelmator / 4,21 von 5 Punkten
  • 7. Platz: Serif PhotoPlus / 4.20 von 5 Punkten
  • 8. Platz: Corel PaintShop Pro Ultimate / 4,15 von 5 Punkten / 4,15 von 5 Punkten
  • 9. Platz: DxO OpticsPro / 4,10 von 5 Punkten / 4,15 von 5 Punkten
  • 10. Platz: MAGIX Foto Premium / 3,95 von 5 Punkten
  • 11. Platz: ArcSoft PhotoStudio / 3,85 von 5 Punkten
  • 12. Platz: Avanquest Photo Explosion Deluxe / 3,80 von 5 Punkten

Die Schwerpunkte beim Test der Bildbearbeitungsprogramme bei Netzsieger.de lagen in den Kategorien Funktionen, Leistung, Bedienung sowie Hilfe & Support. Maximal waren in jeder Kategorie 5 Punkte möglich. Aus den Gesamtpunkten der einzelnen Kategorien wurde dann die Gesamtpunktezahl für die jeweilige Software zur Bildbearbeitung ermittelt.

 

Bildbearbeitungsprogramme

Mit Bildbearbeitungsprogrammen lassen beispielsweise Elemente eines Fotos spielend leicht freistellen. | Screenshot: FM* – Das Fotobuch Magazin

 

Kurztipps zur Bildbearbeitung für ein Fotobuch

  • Achtet darauf, die automatische Bildoptimierung in der Fotobuch-Software selbst zu deaktivieren, da diese sonst die bereits bearbeiteten Fotos wieder verändert. Grundsätzlich geben wir den Tipp, auf die automatische Bildoptimierung der Fotobuchanbieter selbst zu verzichten, da diese dazu neigt, Farben wesentlich intensiver darzustellen, als diese im Original sind. Nicht selten findet in der Fotobuchsoftware eine „Verschlimmbesserung“ statt.
  • Digitales Scrapbooking: Um im Fotobuch beispielsweise Konzerttickets zu verwenden, könnt Ihr die Erinnerungsstücke einfach einscannen und mit einem Bildbearbeitungsprogramm beispielsweise besonders schöne und individuelle Cover und Buchseiten gestalten. Achtet bei dem Einscannen darauf, mindestens 300dpi Auflösung für einen optimalen Druck einzuhalten.
  • Einige Bildbearbeitungsprogramme wie Adobe Photoshop bieten die Möglichkeit, dass Programm um Fotobuchplugins zu erweitern und so gleich das ganze Fotobuch mit dem Programm zu erstellen und als PDF an einen Fotobuchanbieter zu senden.

 

Covergestaltung mit Scrapbooking und Bildbearbeitung

Fotos scannen

Scannen: Werden Sie kreativ. Aus dem Geschenkpapier wird ein individueller Hintergrund für unser Cover. | Grafiken (3): FM* – Das Fotobuch Magazin

 

Scrapbooking

Scrapbooking: Auch dieser Holzfisch kann eingescannt werden.

Für ein besonders individuelles Cover für Eure Fotobücher ist es wie bereits erwähnt möglich, einzelne Elemente zu scannen. Statt dem Einkleben wie in einem klassischen Fotoalbum (Srapbooking), nutzt man das digitale Srapbooking und scannt die gewünschten Elemente ein.

In unserem Beispiel unten wird aus dem Geschenkpapier der Hintergrund und aus dem Holzfisch ein schönes Gestaltungselement, um ein sehr persönliches Cover zu gestalten ohne die vielfach verwendeten Designelemente der Anbieter nutzen zu müssen. Das Cover kann schließlich als Foto auf die erste Seite des Fotobuchs platziert werden.

Wichtig ist es beim Scannen von Elementen, Konzerttickets oder auch alten Fotos darauf zu achten, mit mindestens 300dpi Auflösung zu agieren – besser noch höher, denn die Fotobuchanbieter drucken mit einer Auflösung von 300dpi Euer Fotobuch. Ladet Ihr Fotos mit weniger Auflösung in die Software, wird das Druckergebnis enttäuschend sein.

Wenn Ihr die eingescannten Elemente wie in diesem Fall zur Covergestaltung nutzen wollt, solltet Ihr unbedingt eine höhere Auflösung wählen, da die einzelnen Fotos durch den Einsatz in einem weiteren Foto (Cover) weiter komprimiert werden und die Qualität durch die weitere Komprimierung im späteren Druck darunter leiden kann.

 


Covergestaltung mit Bildbearbeitungsprogramm

Individuelle Covergestaltung mit Bildbearbeitungsprogrammen.

 

Kostenlose Bildbearbeitungsprogramme

Flecken entfernen Bildbearbeitung

Einfaches Flecken entfernen mit GIMP. | Screenshot: FM* – Das Fotobuch Magazin

Auch wenn kostenlose Programme zur Bildbearbeitung wie beispielsweise GIMP selten einem Test unterzogen werden (getreu dem Motto: Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul), bieten auch diese Programme heute sehr umfangreiche und ausgereifte Möglichkeiten zur Bildbearbeitung und sind ein sinnvoller Einstieg.

Mit GIMP lassen sich beispielsweise spielend leicht rote Augen entfernen, Fotos einfärben, Effekte anwenden oder auch wie im Beispiel rechts gezeigt, Flecken durch verunreinigte Linsen wegstempeln und unscharfe Fotos schärfen (Beispiel unten).

Die kostenlosen Programme bieten vor allem Neueinsteigern eine Möglichkeit, die Welt der Bildbearbeitung kennenzulernen, bevor man später eventuell auf ein kostenpflichtiges Programm mit mehr Funktionalitäten wechselt. Das kostenlose Programm GIMP kann beispielsweise bei CHIP.de sicher heruntergeladen werden.

 

Unscharfe Fotos Bildbearbeitung

Bildbearbeitung: Mit GIMP lassen sich unscharfe Fotos einfach schärfen.

 

 

 

Autor: Sven Betting

 

Fotobuch Test

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Aktuell testet FM* - Das Fotobuch Magazin wieder Fotobücher. Bis November 2018 werden neue Testberichte eingestellt.

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Hier geht es zu unseren aktuelle Fotoleinwand Testberichten. Bis November 2018 werden neue Testberichte veröffentlicht.

Fotokalender Test

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Hier geht es zu unseren Fotokalender Testberichten. Oktober bis November 2018 werden neue Testberichte zu den Kalendern veröffentlicht.

4 Kommentare

  1. Ich komme mit den Programmen von Corel seit Jahren sehr gut aus und habe mich langsam auch in die verstecktesten Funktionen eingearbeitet. Ich kann die Software absolut empfehlen.

  2. Also ich fahre mit Canva und paint.net sehr gut – wie sind da eure Erfahrungen?

  3. GIMP kann ich zum Einstieg in die Bildbearbeitungsprogramme auch absolut empfehlen. Es ist noch relativ übersichtlich und auch für dieses freie Programm gibt es zahlreiche Foren, in denen man Hilfe aus der Community bekommen kann.

  4. Ich kann jedem Anfänger in Sachen Bildbearbeitung raten, tatsächlich nicht sofort zu einem sehr teuren Programm wie Adobe Photoshop oder so zu greifen. Diese Programme sind sehr intensiv in der Einarbeitung und die teure Lizenz lohnt sich wirklich nur, wenn man das Programm sehr viel nutzt und professionell an die Bildbearbeitung herangeht. Für Hobbyfotografen, die nur mal eben so ein paar Urlaubsfotos bearbeiten möchten, wie mal eben Flecken wegstempeln oder Fotos einfärben und Elemente freistellen, wie bereits in dem Beitrag betont wurde, reicht es völlig aus, zunächst ein kostenloses Programm zur Bildbearbeitung auszuprobieren. Das vorgestellte GIMP halte ich persönlich auch für einen sehr guten Einstieg.

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